BGH · III ZR 31/84 vom 20.12.1984
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
4. die Bezirksregierung vertreten durch den Regierungspräsidenten, SMHBMstraße Enteignungsbehörde Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kröner, Boujong, Dr. Engelhardt und Dr. Werp am 20. Die Revision der beteiligten Eigentümer gegen das Urteil des Senats für Baulandsachen des Oberlandesgerichts Koblenz vom 25. 2. Das Berufungsgericht hat aufgrund der Differenzmethode die infolge der Enteignung eingetretene Wertminderung des Restgrundstücks mit 21.830 DM für 1979 und unter Berücksichtigung der sog. Wie der Senat im ersten Revisionsurteil ausgeführt hat, kann eine entschädigungspflichtige Wertminderung nur bejaht werden, wenn und soweit die Nutzung des Grundbesitzes als Betriebsgrundstück eines Supermarktes durch die Enteignung der Teilfläche 73/9 spürbar beeinträchtigt worden ist und dies der gesunde Grundstücksverkehr wertmindernd berücksichtigt. Diese Einschränkung bezog sich auf die Rechte der Eigentümer, die Nachbargrundstücke als Parkflächen für den Supermarkt zu nutzen. nungsrechtlichen Entschädigung nur, wenn und soweit er auf Umständen beruht, die den Eigentümer in seiner vom Schutz des Art« 14 GG umfaßten Rechtsposition treffen (std.Rspr. z.B. BGHZ 64, 382, 392 f«)« Es mag deshalb zu Bedenken Anlaß geben, daß das Berufungsgericht bei der Bewertung des Restgrundstücks die Möglichkeit berücksichtigt hat, die erforderlichen Parkflächen (pachtweise) in der Nähe zu beschaffen« Dadurch sind die Eigentümer jedoch nicht benachteiligt worden. Bei der Bewertung des Grundbesitzes, wie er sich vor der Enteignung dargestellt hat, ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß es sich um ein uneingeschränkt zu dem Betrieb eines Supermarkts geeignetes Grundstück gehandelt hat, obgleich das auf ihm errichtete Marktgebäude "auf Pachtland hinüberragte" und es nach der der Baubehörde vorgelegten Lageplanskizze des Hochbautechnikers Cflm (bauaufsichtlich geprüft am 8« November 1971) als fraglich erscheinen mußte, ob die erforderliche Anzahl von Einstellplätzen auf dem Grundstück geschaffen werden konnte« Diese die Eigentümer bevorzugende Bewertung hat das Berufungsgericht in der Weise relativiert, daß es bei der Bewertung des Restgrundstücks die Möglichkeit berücksichtigt hat, in der Nähe Parkflächen zu beschaffen« Das kann unter den gegebenen Umständen noch als im Rahmen des § 287 ZPO liegend angesehen werden« Jedenfalls ist auszuschließen, daß die den Eigentümern zugebilligte Entschädigung zu gering bemessen ist« Es begegnet keinen durchgreifenden Bedenken, daß das Berufungsgericht im wesentlichen dem Gutachten des Sachverständigen Seifert gefolgt ist.