BGH · III ZR 16/95 vom 28.09.1995
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Rinne und die Richter Dr. Werp, Dr. Wurm, Streck und Schlick am 28. Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 24. Mit Recht haben die Vorinstanzen angenommen, daß der Kläger an die Beklagte eine die Provisionspflicht auslösende Nachweismaklerleistung im Sinne des § 652 Abs. 1 BGB erbracht hat. z.B. die Urteile des Bundesgerichtshofs in BGHR BGB § 652 Abs. 1 Satz 1 Nachweis 6, 8, 10). senten ein Objekt benennt, das gar nicht zur Vermietung an-steht, hat keinen Nachweis im Sinne des § 652 BGB erbracht; er kann deshalb auch dann keine Provision verlangen, wenn sich der Eigentümer später zu einer Vermietung entschließt und der Interessent diese Möglichkeit ausnutzt (vgl. Die Revision meint, eben diese Konstellation habe hier Vorgelegen, da die Vermieterin ursprünglich nur zur Vermietung des Gesamtobjektes und nicht zu der von der Beklagten angestrebten Vermietung der Teilfläche bereit gewesen sei, über die der Mietvertrag später tatsächlich abgeschlossen worden ist. b) Beide Vorinstanzen haben indessen in rechtsfehlerfreier tatrichterlicher Würdigung festgestellt, daß von einer anfänglichen ernsthaften Weigerung der Vermieterin, der Beklagten (lediglich) die benötigte Teilfläche zu vermieten, keine Rede gewesen sein konnte. Ein derartiger Vorbehalt steht - zu demindest wenn er in unmittelbarem zeitlichem Anschluß an die Verhandlungen aufgegeben wird und es dann doch zu dem vom Maklerkunden erstrebten Vertragsabschluß kommt - weder einer wirksamen Nachweisleistung entgegen, noch vermag er den Kausalzusammenhang zwischen Nachweisleistung und Vertragsschluß zu unterbrechen.