BGH · III ZR 13/87 vom 30.06.1988
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Zivilsenat des Bundesgerichthofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Boujong, Dr. Werp und Dr. Rinne am 30. Die Revision der Kläger gegen das Urteil des 19. Das Berufungsgericht hat den Gegenstandswert der streitigen anwaltlichen Tätigkeit der Kläger ohne Rechts-irrtum nicht mit dem vollen Wert der Steuerforderung von 8.986.218 DM angesetzt, sondern nur einen Bruchteil von 1/5 als angemessen erachtet. Die Tätigkeit der Kläger war nach den vom Berufungsgericht getroffenen und mit einer Verfahrens rüge nicht angegriffenen Feststellungen darauf gerichtet, drohende Beitreibungsmaßnahmen des Finanzamts zu verhindern oder jedenfalls vorläufig aufzuschieben (Stillhalteabkommen), um dadurch einem für den Fall der Einleitung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen befürchteten sofortigen Zusammenbruch der Unternehmen des inhaftierten Beklagten vorzubeugen. Wenn das Berufungsgericht unter diesen Umständen den Gegenstandswert nach § 3 ZPO auf 1/5 des Hauptsachebetrages geschätzt hat, ist das entgegen der Annahme der Revision aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Eine Annahme der Revision der Kläger ist damit nicht veranlaßt, mit der Folge, daß die Anschlußrevision des Beklagten ihre Wirkung verliert (zu Streitwert und Kostenentscheidung vgl.