BGH · III ZR 13/59
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Instanz* Bechtsanwälte Br wird* die Erinnerung des Beklagten gegen den Kostenansatz desUrkundsbeamten der Geschäftsstelle des Bundesgerichts- Juni 1958 den mit der Klage gegen den Beklagten geltend gemachten Anspruch der Klägerin auf Zahlung von 40 000 BM nebst Zinsen dem Grunde.nach für gerechtfertigt erklärte Gegen dieses Urteil hat der Beklagte am 3« Oktober 1958 Bevi3ion eingelegt» Innerhalb der bis zu dem 6» Januar 1959 verlängerten Exist zur Begründung der Bevision hat der Prozeßbevollmächtigte des Beklagten am 8® Dezember 1958 angezeigt, "daß die Bevision des Beklagten nur in Höhe von 6 100 BM als eingelegt gelten soll". Hiergegen richtet sich die Erinnerung des Beklagten, der der Kostenberechnung einen Wext von lediglich 6 100 Bll zugxuhdegelegt wissen will» Da die Bevision des Beklagten erst nach dem am 1» Oktober 1957 exfolgten Inkrafttreten des Kostenänderungsgö-setzes vom 26« Juli 1957 eingelegt worden ist, sind die Gebühren nach Maßgabe der nunmehr geltenden Vorschriften zu erheben« Es kommen mithin für die Werbberechnung die Be-Stimmungen des § 11 der Neufassung des Gerichtekostenge-setses in Betracht« Nach Abs» 2 dieser Vorschrift bestimmt sich im B,erufungs-und Bevisionsverfahren der Streitwert grundsätzlich nach den Anträgen des Bechtsmittelklägers» Wenn jedoch innerhalb der Erist für die Begründung des Bechbsmittels ein Antrag nicht eingereicht wird oder wenn das Verfahren endet, ohne daß ein solcher Antrag eingereicht worden ist, dann ist die Beschwer maßgebend« Hier ist der Bechtsstreit durch den gerichtlichen Vergleich vom 2* Dezember 1958 erledigt worden» Damit endete ohne weiteres auch das Verfahren in der Bevisionoinstanz, ohne daß es insoweit noch einer besonderen Anzeige bedurfte» Diese hatte lediglich deklaratorische Bedeutung» Mithin war das Verfahren beendet, als die Anzeige des Beklagten, die Bevision solle nur in Höhe von 6 100 DH als eingelegt gelten, am 8.