BGH · III ZR 11/89 vom 26.10.1989
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Dr. Halstenberg, Dr. Werp und Dr. Rinne am 26. Mit Recht hat das Berufungsgericht über den geltend gemachten Schadensersatzanspruch dem Grunde nach nicht abschließend entschieden, weil der Beklagte jedenfalls nicht hinreichend dargetan hat, daß ihm durch die verzögerte Fertigstellung des Bauvorhabens überhaupt ein ersatzfähiger Schaden entstanden ist. - heute noch von ihm bewirtschafteten - Bauteil II; es fehlt aber jeder Anhalt dafür, daß sich beim Bauteil I, wenn der Beklagte ihn bei früherer Fertigstellung nicht sofort verkauft hätte, ein anderes Verhältnis zwischen Einnahmen und Belastungen ergeben hätte. Mit Recht verweist die Klägerin darauf, daß der Beklagte nach seinem eigenen Vortrag eine Finanzierungslücke von 600.000 DM mit eigenem Geld schließen mußte. Es kann davon ausgegangen werden, daß dem Beklagten daraus, daß dieser Kapitaleinsatz infolge der Bauverzögerung erst entsprechend später nötig wurde, Zinsvorteile erwuchsen, die den restlichen Mietausfallschaden weit überstiegen. Zu Unrecht meint der Beklagte, die Kostenersparnisse in dem Verzögerungszeitraum müßten bei der Schadensberechnung unberücksichtigt bleiben, weil sich der Tilgungs- und Zinszeitraum nur verschoben habe. Beim Bauteil II ergibt sich daraus, daß die aufgenommenen Kredite bei früherer Baudurchführung entsprechend früher getilgt würden, jedenfalls kein jetzt bereits fälliger Schadensersatzanspruch des Beklagten. Zudem wäre bei einer zeitlichen Gesamtbetrachtung nicht nur die frühere Kredittilgung, sondern auch - zu Lasten des Beklagten - das entsprechend frühere Ende der Lebensund Nutzungsdauer des Bauwerks zu berücksichtigen.