BGH · III ZR 340/51
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Hechtssatz: ( Bei der Bemessung der Höhe des Schmerzensgeldes I sind die Vermögensverhältnisse des Verpflichteten nicht zu berücksichtigeno Auf das Bestehen einer Haftpflichtversichei^ng zugunsten des , , - Prozeßbevollmächtigterl Rechtsanwalt Justizrat Dr hat der III„ Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 18o September 1952 unter Mitwirkung der Bundesrichter Dr«, Delbrück, Dr« Kleinewefers, Dr» Gelhaar, Rietschel und Dr- Rotberg für Recht erkannt? Ihm war bekannt, daß sich an der angegebenen Stelle die Ausfahrt befindet, diese ist auch in einer Entfernung von etwa 50 Metern zu erkennen. Das Landgericht hat durch-feilurteil die Beklagten als Gesamtschuldner-verurteilt^an den Kläger 543,75 DM nebst Zinsen zu zahlen; es hat den Beklagten zu 2 ferner zur Zahlung von 50Ö0 DM Schmerzensgeld verurteilt, aber den gegen die Beklagte zu 1 erhobenen Anspruch auf Schmerzensgeld abgewiesen„ Im Schlußurteil hat das Landgericht die Beklagten als Gesamtschuldner'verurteilt, an den Kläger weitere 12,000 DM zu zahlen, und die Mehrforderung des Klägers abgewiesenc . klagten haben gegen diese Entscheidungen des Berufung eingelegto Sie bestreiten nicht n Führer ein Verschulden trifft, der Auffassung, den Kläger treffe ebenfalls den, so daß eine Abwägung der Schadensur-iner Schadensteilung führen müsseo Im übrigen ich u.a.auch gegen die Kapitalabfindung ge-antragt, die Klage insoweit abzuweisen, als 1,85 DM für Sachschaden und mehr als 750 DM ensgeld zugesprochen ist0 Der Kläger hat im Schlußberufung gebeten, die Berufung zurück-vtl, mit der Maßgabe, daß die Beklagten ver-den, und zwar die Beklagte zu 1 im Rahmen des uggesetzes, zur Zahlung von 1194>5.6 DM Ver-11 für die Zeit vom 12, Dezember 1947 bis 31« und einer Monatsrente vom 1, September 1949 bis zu dem vollendeten 65c Lebensjahr in einer angemessenen Höhe unter Berücksichtigung eines Nettoeinkommens des Klagers von 280 DM je Monat, der vom Kläger bezogenen und zu erwartenden Rqnte der Berufsgenossenschaft und eines Ab-DL1 für Kürsorgele is tungen der Stadt Glad-ferner die Verpflichtung der Beklagten fest-dem Kläger allen weiteren Schaden aus dem Unfall zu ersetzen, und"zwar die Beklagte zu 1 im Rahmen des Kraftfahr2,euggesetzes o Die Beklagten haben im wesent-lichen ihr tatsächliches Vorbringen über den Unfall wiederholt o Sie haben gebeten, dieK&nschlußberufung zurückzuweisen. ^.andesgericht hat auf die Berufung der Bedas Teilurteil den Schmerzensgeldanspruch rabgesetzto Das Schlußurteil hat es’dahin ß die Beklagten als Gesamtschuldner verur-den Kläger 152,06 DM nebst 4 V2 fo Zinsen ^ptember 1949 und eine monatliche Unterhalts-für die Zeit vom 1c September 1949 bis zu dem längstens jedoch bis zu dem Tode des Klägers, Feststellungsantrag hat es entsprochen* vor-Übergangs von Ansprüchen'auf Öffentlich-’ rsicherungsträgerc Im übrigen sind die Beru- fungen zurückgewiesen^ worden Gegen dieses Urteil wenden sich die Beklagten mit der Revisiono Sie beantragen, das Urteil des Berufungsgerichts teilweise aufzuheben und den Kläger mit der Klage abzuweisen mit Ausnahme eines Schmerzensgeldes von 750 DM sowie eines Betrages von 271?85 DM für Sachschadenersatz und der Feststellung, daß die Beklagten verpflichtet sind. Auffassung des Landgerichts, den Kläger treffe kein ursächliches mitwirkendes Verschulden an dem Unfalls und rügt weiter eine Verletzung der §§ 254, 847 BUB; 1, 17 StVO, 286, 287 ZPO sowie einen Verstoß gegen Penk- und Erfahrungssätze» Sie konnte keinen Erfolg haben« Perjenige, der aus stück auf die Straße fährt, ist zu besonderer rpflichtet, da der Gesetzgeber zu Recht das Einen für gefährlich hält« Wer aus einer Ausfahrt aße fährt, muß, v/ie von der Rechtsprechung t worden ist, sein Möglichstes tun, um die durch en herbeigeführte Gefahr für die übrigen Verlorner zu mindern« Diesen Pflichten ist der ?üh-nicht nachgekormen, was auch von der Revision ' Das Berufungsgericht hat ein mitwirkendes Verschulden des Klägers zu Recht verneint» Es ist zwar richtig, daß auch der Kläger, da ihm die Ausfahrt Mals besonderer Gefahrenpunkt " bekannt war, nicht unbekümmert seinen Weg fortsetzen durfte« wenn er erkannte oder erkennen konnte, ein Fahrzeug werde aus der Ausfahrt auf die Straße fahren und seine Prhrt behindern« Das Berufungsgericht hat hierzu aber gerade ausgeführt, es komme nicht darauf an, wann der Kläger den ausfahrenden Lastkraftwagen sehen konnte, da er damit rechnen durfte, Börger werde seiner Pflicht aus § 17 StVO nachkomr,en° Der Kläger habe nach den Umständen nicht mit einem verkehrsv/idrigen Verhalten zu rechnen brauchen» Diese Ausführungen lassen einen Rechtsirrtum nicht erkennen 0 Las Ber ger vielleic früher nach mieden habe zu dem Ausweich se breit gen standen, nac halten des L liegt kein R verkehrswidr durfte er mi fahreno Es k links hatte mußte o Nur d hätte annehm Fahrweg behi ist' nicht ufungsgericht hat weiter geprüft, ob den Klä-ht deshalb ein Vorwurf treffe, weil er nicht links ausgewichen sei und so den Unfall ver-Bs hat hierzu ausgeführt, zwar wäre Raum cn nach links vorhanden gewesen, da die Stras-ug war, es habe aber für ihn kein Anlaß be-h links auszuweichen, solange er mit einem Anas tkraftwagens rechnen durfteo Auch hierin echtsirrtum. Da der Kläger nicht mit einem igen Verhalten des BUP rechnen mußte, der Geschwindigkeit von 25 bis 30 km/st ommt nicht darauf an, ob der Kläger nach fahren können oder mit Gegenverkehr rechnen ann ‘käme es auf diese Tatsache an, wenn er en müssen, der Lastkraftwagen werde seinen nderno Daß dies rechtzeitig erkennbar war, dargetan 0 Grundstück a auf den ”fli von der Revi fen, es habe Straße befun nicht eine b er bezeichne Berufungsgericht hat ausgeführt, der aus einem usfahrende Führer müsse besondere Rücksicht eßenden Verkehr’* nehmeno Dieser Hinweis wird sion’ zu Unrecht mit der Begründung angegrif- . wenn sich nur ein Fahrzeug auf der Straße bewegt, der ausfahrende Wagen aber dessen Fahrweg benutzen willo Irrig ist auch die Auffassung der Revision, ein Verkehrs-teilnehmer müs se an jeder ihm bekannten Ausfahrt aus eineb Grundstück - ausgenommen vielleicht auf Fernverkehrsstraßen seine Fahrt verlangsamen* Diese Auffassung wird aucii nicht, wie die Revision meint,von Müller vertreten* Dieser sagt lediglich (S 729 zu Arm 6) unter Hinweis auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München, daß die bloß abstrakte Möglichkeit, ein anderer Verkehrsteilnehmer könnte herankommen, keine Wartepflicht für den Ausfahrenden begründe* Die Erwähnung (Müller zu § 17 StVO Anm 3) der Entscheidung des Kammergerichts, nach der ein Benutzer von Fernverkehrsstraßen an ihm bekannten Ausfahrten seine Fahrt nicht verlangsamen muß, besagt nichts darüber, daß auf anderen Strassen stets eine Herabsetzung der Geschwindigkeit zu erfolgen hätte * Jedenfalls ist im vorliegenden Fall zu Recht die Ge-des Klägers nicht beanstandet worden* Ein un-wi'e die Revision meint, ist schwindigkeit bekümmertes Drauflosfahreh nicht nachgewieseno Ein mitw den des Klage irkendes, den Anspruch minderndes Verschul-rs ist‘daher von beiden Vorderrichtern rechts irrtumsfrei ajls nicht nachgewiesen angesehen worden mit Rücksicht auf das Lupusleiden und sein vorgerücktes Alter hätte der Kläger aucp ohne den Unfall als Kraftfahrer keine Arbeit en0 Das Berufungsgericht ist bei der Bemessung ung nicht verwertet und daß es aus ihr nicht, ion meint, den Schluß gezogen hat, der Kläger bei mit einem Wochenverdienst von 70 Bfcl lieben. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes hat das Landgericht erwogen, daß es sich um eine besonders schwere und außergewöhnlich schmerzhafte Verletzung gehandelt hat und daß der Bruch drei Jahre nach dem Unfall noch nicht geheilt war? -Es hat sodann die beiderseitigen Vermögensverhältnisse berücksichtigt, aber auch .deh Umstand, daß der Beklagte zu 2) Versicherungsschutz genießt „• Bas Berufungsgericht hat diese Erwägung im Ergebnis gebilligt und nur den vom Landgericht auf 5000 BM bemessenen Betrag auf 4000 BM herab-gesetzt. Es hält das Bestehen einer Haftpflichtversicherung für einen Paktor, der bei der Bemessung eines, angemessenen Schmerzensgeldes in gewissem Umfange mit.berücksichtigt werden kann * Auszugehen sei stets-von Art und Umfang der erlittenen Schmerzen; das hiernach zu bestimmende Schmerzensgeld könne mit Rücksicht auf die ungünstige wirtschaftliche Lage des Schädigers, die an sich zu berücksichtigen wäre, jeden- falls dann-nicht herabgesetzt werden, wenn der Schädiger haftpflichtversichert sei«, Diese Erwägungen werden von der Revision unter Hinweis auf verschiedene Ausführungen im Schrifttum angegriffen; sie hält das Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung für einen Umstand, der mit der Höhe des Schmerzensgeldes nichts zu tun habe«, § 847 BGB auch ' nur im weiteren Sinne um eine StrafVorschrift handeln würde 0 Sine solche Vorstellung kam in den Motiven zu dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu dem Ausdruck (Band II S 799)v Dies beruht offensichtlich darauf>vdaß, wie die Motive ergeben, der Ersatz des nicht vermogensrechtlichen-Schadens, das Schmerzensgeld, nicht nur als eine Ausnahme gegenüber dem sonstigen Grundsatz des Schadensersatzes angesehen, sondern auch gegenüber dem gemeinen Hecht und den meisten neueren Gesetzeswerien als eine Neuerung betrachtet worden ist* Ausschlaggebend für die Aufnahme in den ersten Entwurf des Bürgerlichen Hechts war die Bestimmung über eine Buße bei Körperverletzungen im Strafrecht« Auch diese Buße ist aber, wie der klare Wortlaut des Gesetzes ergibt, ein Anspruch des Geschädigten, der neben dem Strafanspruch des Staates.steht«Wird auf Buße erkannt, so ist damit der Entschädigungsanspruch des Verletzten gedeckte Aus der verfahrensrechtlichen Regelung,die dem Strafrichter die Möglichkeit gibt, über einen Bußansprüch zu erkennen, ist nicht zu folgern, daß dieser damit auch einen strafrechtlichen Charakter., Es handelt sich bei der Auferlegung der Buße nicht um eine Bestrafung des Verpflichteten, sondern um die Zuerkennung eines rein privatrechtlichen Anspruchs, der nur die bezeichneten Straftaten zur ig hat und gegen den sogar grundsätzlich eine möglich ist, was dem Strafcharakter zuwiderlau- die Passung des § 847 BGB läßt erkennen, daß h auf Schmerzensgeld ein Schadensersatzansprüch ch von anderen Schadensersatzansprüchen nur in-rscheidet, als der Schaden nicht am Vermögen* Die vom Gesetz gewählte Ausdrucksweise, ten sei eine ’'Entschädigung” zu gewähren, spricht nicht gegen die Wertung als Schadensersatzanspruch: zu demal der durch die unerlaubte Handlung herbeigeführte nichtvermögensrechtliche Nachteil ebenso wie die sonstigen nachteiligen Polgen einer solchen Handlung als ’’Schaden” bezeichnet wird/ Dies ist für die nichtvermögensrechtlichen Folgen einer schädigenden Handlung außerdem ausdrücklich auch in §253 BGB geschehene Der Ch aber m.elir ;n schrift des arakter als echter Schadensersatzanspruch wird och durch die; systematische Einordnung, ;der Vor-§ 847 in den Zusammenhang der Regelung der Anm 1 zu § 249 BGB0) Biese Auffassung befindet sich in Übereinstimmung mit der allgemeinen Anschauung, die unter Ablehnung einer nur materiellen Betrachtung gerade die geldlich nicht meßbaren, weil nicht der Vermögenswelt ungehörigen Güter häufig sogar höher bewertet als die vermögensrechtlichen Werteo Ein Ersatz für immaterielle Schäden kann im Einzelfall für den Verletzten sehr wohl minde-stens so wichtig'erscheinen wie eine Ersatzleistung für den Verlust geldwerter Güter„ Wie „immer bei Schadenserbien sind darum grundsätzlich nur die Polgen zu berücksichtigen, die die zu dem Ersatz verpflichtende Handlung auf Seiten des Geschädigten hervorgerufen hatc Ob der Scha-densersatzzweck auch die Beachtung des Verschuldensgrades des Schädigers ausschließt, ist hier nicht zu entscheiden. Nur die unzulängliche Einschätzung der Wichtigkeit gerade auch einer wirksamen Entschädigung für die durch die Hechtsverletzung herbeigeführte Einbuße geldlich nicht meßbarer Art hat vielfach dazu geführt, den Schmerzensgeldanspruch mit oft recht ungenügenden Ersatzbeträgen abzufinden. Häufig hat die Rücksichtnahme auf die Vermögenslage’ des Schädigers die Gerichte sogar zu der Annahme veranlaßt, daß seine Leistungsfähigkeit die obere Grenze des wzu demutbarenn Schmerzensgeldes darstellt, hinter der der Umfang der Schädigung fast völlig zurücktritt• Liese Rücksichtnahme verkennt nicht nur das■Wesen des Schadenersatzanspruches, um den es sich, wie ausgeführt? auch bei dem Anspruch auf Ausgleich des nichtvermögensrechtlichen Schadens handelt» Sie steht.auch im Widerspruch mit der das gesamte Schuldrecht leitenden Grundanschauung? tiger Rechtsahv/endung ist die Rücksichtnahme auf die Leistungsunfähigkeit des Schuldners hier wie auch sonst Sache des Yollstreckungsverfahrens o’ Der Verpflichtete mag sich gegenüber den Vollstreckungsorganen auf die zu dem Schutze zahlungsfähiger Schuldner geschaffenen Bestimmungen berufene Im VollstreckungsVerfahren kann dann im Einzelfall unter Beachtung der beiderseitigen Verhältnisse der erforderliche Ausgleich herbeigeführt werdehy Beim Vorliegen der hierfür gegebenen Voraussetzungen ist es ferner dem zur Leistung des vollen Schmerzensgeldes verurteilten Schädiger unbenommen7 sich zur Angleichung seiner Verbindlichkeit an seine Leistungsfähigkeit der richterlichen Vertragshilfe zu bedienen» Wollte man aber zuiassen«, daß die im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Prozeßgericht bestehende mangelnde Leistungsfähigkeit bereits im Erkenntnisverfahren zu einer Herabsetzung des an sich im Hinblick auf das Schadensausiriaß angemessenen Schmerzensgeldes berechtigt, so würde dem Geschädigten die für ihn bei allen anderen Zahlungsansprüchen bestehende Aussicht genommen«, im Palle einer nachträglichen Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers zur Befriedigung wegen seiner immateriellen Einbuße' zu gelangen» Eine gesonderte rechtliche Behandlung von Schmerzensgeldansprüchen gegenüber anderen Ersatzansprüchen aus unerlaubter Handlung ist daher nur insoweit zulässig und geboten, als sie sich aus der besonderen Art des immateriel- Oberste Gerichtshof für die Britische Zone 777) ausgesprochen hat, infolge der Natur des chtsinteresses keine Möglichkeit besteht, dem inen immateriellen Schaden durch Geldleistung en Sinne zu ersetzen, also den Zustand her-r ohne das schadenstiftende Ereignis bestehen r Gewährung von Schmerzensgeld kann es sich imhandeln, dem Verletzten für die erlittenen kör-seelisehen Leiden einen - wenn auch unvollkom-eich zu geben. .mei •'billigen Entschadi d oho.der nt .das .Gesetz, wenn, es in § 847 BGB von einer " Entschädigung in Geld sprichtt "Billig" ist die gung dann, wenn sie der durch die "Billigkeit", durch eine angemessene Rücksichtnahme auf den entstandenen immateriellen Schaden gebotenen Höhe, entspricht» Die. von der bisher herrschenden Gegenmeinung vertretene Auffassung, "billig" sei eine Entschädigung im Einzelfall nur, w.enn sie auch auf die Leistungsfähigkeit des Schädigers Rücksicht nehme, kann hiernach nicht gutgeheißen werden0 Sie findet', wie dargelegt, weder im Wortlaut des Gesetzes noch m seiner Entstehungsgeschichte (Motive Bd II S 799; Protokolle II S 640) noch in seinen für das Schadensersatzrecht maßgebenden systematischen Grundlagen eine Stütze Ansicht, daß das Gesetz von dem das gesamte Schuld-errschenden Grundsatz der Haftung ohne Rücksicht eistungsfähigkeit eines Schuldners auch bei dem sgeldanspruch nicht.abweichen wollte, steht die he Behandlung nicht entgegen, die der Schadensinden Bällen gefunden hat, in denen der Schädi-ls Zurechnungsfähigkeit an sich überhaupt nicht 829 BGB begründet in solchen Pallen im Wege einer elung eine Verpflichtung zu angemessener Entschä-s Verletzten dann, wenn es mit Rücksicht auf die fähigkeit des - unverantwortlichen - Schädigers un-scheinen würde, .den Verletzten leer ausgehen zu lassen» Die Aufnahme dieser Bestimmung in das Bürgerliche Gesetzbuch ist von der ersten Kommission im Hinblick auf ihre;außergewöhnliche Abweichung vom Verschuldensgrundsatz und die Verweisung des .Richters auf die ausschließliche Anwendung,von Billigkeitsrücksichten abgalehnt worden (Llotive II s 734) o Sie ist gleichwohl später als Ausnahme- ; Der recht, beh auf die I Schmerzen gesetzlic ausgleich ger mange haftet u § Sonderreg digung de Leistungs er Vorschrift in das' Gesetz ausgenommen worden0 Sie sollte trotz mangelnden Verschuldens des Schädigers unter Berücksichtigung der beiderseitigen Vermögensverhältnisse zu einer den Anforderungen der Moral und des Anstandes entsprechenden Schadloshaltung des Geschädigten für den ihm entstandenen? 300 £503/) <> Diese Gesichtspunkte können jedoch auf die Bestimmung des Schmerzensgeldes nach § 847 BGB nicht übertragen werden <> Denn bei dem Schmerzensgeld handelt es sich um einen ganz andersartigen Ansprüche Er stellt einen auf Verschulden beruhenden Ersatzanspruch dar? daß es bei der Ausgleichung des immateriellen Schadens durch Geldleistung auf die Vermögensverhältnisse des Schädigers nicht ankommen sollteo Da hiernach die Vermögenslage des Schädigers für die Höhe des Schmerzensgeldes ohne Bedeutung ist« so ergibt sich zwangsläufigdaß auch das Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung diese Vermögenslage nicht mit einer Wirkung für die Höhe des Schmerzensgeldes beeinflussen kann Berufungsgericht hat zwar rechtsii*rtümlich diese Grundsätze; verkannt, seine Entscheidung beruht jedoch auf der Erwägung,. die etwa ungünstige Vermögenslage des Beklagten zu 2) sei wegen der bestehenden Haftpflichtversicherung für die Hohe des Schmerzensgeldes unerheblich, es hat also im Ergebnis diese Vermögenslage außer Betracht gelassen und nur diejenigen Umstände gewürdigt, die sonst von Bedeutung sind, Die rechtsirrtümliche Begründung für die Außerachtlassung der Vermögenslage des Beklagten zu 2) hat also die Entscheidung nicht beeinflußt.