Für.das Nachschlagewerk! Für die Amtliche Sammlung!
Gesetz?
GrundG Art 34; BGB §§ 839 ? 831. 823 j 3%^ S:9
Rechtssat2Die :rich^igöi;B:u^ Überwachung des Be- /
tri eb e s iah., einer Sehieu'sa Üistr eihi | eik i'der; Verkehr s—" 'siehe rungspf.licJkph^ kanaiil§
sierteny:;:|'.lußlauiv desrNe:c;lcara...;:nach> bürgerlichreentliehen . Grund si|f 1 eiyg in.:/der -B edi enungt'Üer'Ü
S chle u s|n ;idf|Ü i/up/si;^ i che rung spf lieht ige'',,::
/Band e | |ü8Xl’jÜ
airtenzeichensüIB^
|rt c d es - BGH., voiai^Gü;I^h||aa#||||^ ^^^Sr|isr|iiSiS
I_ZK 255/54
'Verkündet
Vebruar 1956 Vieser
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zangestellten rkundsbeamter • eschäftsstelle
-1-di e : aa; V ' oeii kl^B's
des 3
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Idlin'. HI
alaJKläger"!üyiBerl^üngsl;iägl:rin 'undi ' - Pro ze floevollmäeht igte|;|aiRe;c^
vertreten durch die Wasser-
die:"Bundesrepublik Beutschl : und ; S ch iffahrts d i rektion in
Beklagte, 33erufungabeklagte und Revisionsbeklagte
hat; der III., Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 9<= Februar 1956 unter Mitwirkung des SenatspräsidepS^ Br^ ider Bundes-
r.ichuer Br„: Pagehdarml Weber und Drc Beyer
für;;Recht erkanntp;
Auf die;:Reyisionldebi Urteil des ,
l o . Zivilsenats :;desiÖberiandbigeri:chts Karlsruhe vom. /. 17° März 1954 im Kostenpunkt und' insoweit; aufgehoben als die Klage '.’abgewiesen worden ist,. In diesem Umfang' wird die Sachei^zuri anderweiten Verhandlung und Ent-;, Scheidung; auch über die Kosten der Revision ? an das;; Berufungsgericht zurückverv/iesen*
Vc ha 1 e cht s weg er:
km,: 221.
VIII,i: mit dem :KabMl®ai^
Eirschhorn zu e;&ch leiu;^ die beiden Schiffe
in die Schleüs'hßlcämiiief :;;efngefalÄfeh warei^ . tu
tor geschlossen und mit der■Ent1eerung begonnen« Die Schaltung führte\ d:eri;ersf1 s das :Wasser den erforderlichen Tiefstand erreicht hatte, beauftragte den ;:dih^ebend^ni:§®l|ye^
BFntertpri' zu Xöff nentundM^
K0HI entfernte sichzutreie rtltl^ schaltete versehentlich falsch und öffnete nicht das Unter- tilff tor, sondern die Qbertorschützeu Dadurch strömten rasch erheb li ehe,::¥as|s!;fme:i|g^
: ,•HanseIhdma,,■■: ggfe htvöHtJspl^
d igt.;;: wur d!g|;^
Kasko;sbMil!bnl.lo|lt6b||^
in Höhe von
'ihm 'aüs;-:dei£;;||:a|^£B;^
lg'. ■''' ;'B'ien;lf;iä||f il|ptp^ hp-t.':it t
::fclagtepi|kp§sl||||§li3§fMiÄ
zu verurterlMfifl^ie auf ; '
ein VerBShuldenlMestSepif^ für if
das die Beklagte aus schuldhafter Verletzung ißrerlgTerkehrs-' sioherungspflicht und aus Vertrag zu haften habe« ff ; f
Eie' ■ .ae^.i^iage. ■
Sie Ist/ der:;:.:lüfflssu^ Sdhleusenbeir^ ziut-^hoheits-- i
recht 11 chenfWirküngSliereicii;^ gehöre ? für den die Beklagte 1 nur t nach § 839t BS;B in Verblödung rmit|;4rttM GrundG- einzustehen habe i i>anili"iehtfalleiaherlhacM ^83;9- Abs 1 Satz 2 BGB die -ffft.
Scfiajikncgh^ Schiffseigner!
von' de^l'E'ä.sicover siphckü^Ät^ :iword eh Ast.<, Vim übrigen
;;;müß-te::;hsdh sthf^ ■ nach § 823 ' BGB / eine
;:l|$hä$fhhe.^ weil das Ver-
schulden eines Organs nicht vorliegt und ■ dÜÜ^-'^Bekl'üfie : den. ■
IlSllffSÄ:f^e®:;;-i:iü^|'äh|rag::• eht'sprochen „ Auf die
Anspruch
..in IHÜhe -;:::}^:;S:pfl^®g|||||0::;::JI^||||fp|L:g;eri^'e -Uloicigeri;:.!
;::GiA;vMa||§iAb'^ ;
::: t:lll9l*llP®us;enmÜMlft^
;'klä'fl';ehl::if|i||||g
.:Ans;pruchjpfifJ^^
^Sehiehseh^.§|AAlhi#S^ -
■ und''daß. das '.^hÜfiul dhaf t e
-9^dÖü;^c^^lidbe^ Die • Haftung <. der :.:hf klügtehlf ühlct enf che rung
g e d e ck t ehl:;$ch;lde hr!: müs ä,^af;d;ahe'hÜhaIh Abs eft .äghz : 2 BGB
...ehif allshl'üi:i.'f ttfi lÄhtÜlulivt'|®h#A. .ifi ggli; ' ■ ;‘#':
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'::!:':cllBsmgegehüb;er\ der Ansicht;, daß die Bedienung der , SöhleüsclA^ der - Beklagten, gehöre:,Ü.d er en |Haf tun|h der
Verweisung .‘auf . einen; äMerwei^ aus §§ 83.1?.fff
823 5 31 r 89 B.tB ergebeAußerdem haffefdie Jßeklagteuau Vertrag!' die Schleusang;;;:desf Schiff
Ve rp.f 1 i clitung. %as.sieh; aus derbBr^ebuägi'vbn^^ Ge^bÄren und: der Vereinbarung eines GerichtsständeSf: hierfür ergebe „ ff
2., ;AiDi.e:';;.R®V^ionfietbiff ■Vii fatSfchaflf^
S 6ii:i: e us enahäfsge: :;':uMf aB't'. ;:eüf |e gen as sungifd er V;: f
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einsjif Sfcherühg|sd|n ■ Verkeiif s in ihrer rechtlichen Beurtei- f‘ff lung: auch - ri bh|:||^bne in€® Be di enung der Schl euse
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P f 1 fsht i; vef schf effen e ?wa s s e r p elr z eilichs^ werfehio; D enn ÜenvvSöhfffetd-fenf
der - Eega^^|^ä-';Sg§^sieht igung^’4e:s ^Verbalt^
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lie hen- Was serstraße S u‘ ,Td;e n .^au c h ;di eff shl e us e hän lägen ge ho re n^ff ri cht e t f s i chwie ■..d;ep,/Senalfl:B§HZ,:;^mi:t. eingehender Ee gründung.,..ent,schrsäen:. hätJf ffnffier 'ffe%aeh;; allgeme inen ;;;.,, ff zivilreehtlichehi uhdsätze^ giltihprida^^
wenn■ der Träger ffer .Verkehr ssi che rungspf licht .,di;^
Rahmen der öff entlichen ‘.Verwaltung (hcheitsreehtj ich) genüger willofDazu: bedürft et, es aber eines ausdrücklichen Grgänisations-
a.ktssj, 'd.ejsb'..;^e;g'e;nlib:ei*.f?:;3t=ja±id.gen^aöli^ :ist .|:BÖH2Vaaö£s^ Organisations^
raK'x ^;d'e'q;gi:.. ovbri iRle .Re----
'■dlllffls&lieilfni BGB in Ver
f i;:|||§'m;: ■ ^^än|g i ftasoMyfp ia s^^b'^|.^||RfrZ,:'. loy|:|l|||yhibl|:teh^^ '
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Ee:ihlföhihü|p^ e;sl äu|h^
Ihrd<|s't sye;|Kaft.a,y5db^s(^'ä:e"3pn i^ein -:
:gesamten Betrieb 1dieses Kanals einschließlich der Verkehrs- ; siclierüi^hhohe Deshalb läßt
sich für d ie s eii^ih^W^r ef hpau^^ i Reichs -
gerichts vhibh^^ a$sM^
0;:; ;h>Dh^ sihh;:;däher; mf t■;.'Rer ivon ihm
■|j^ebenen;;:B'egrühS^ de s :
Klägers nachO§lS|y:yhK ; sei $ :
nihfih::hufrach|y^
'.; :;' Die; Haffüng der Mhkfagtehv|st' vielmehr nach bürger-
liehrechtlicheni&rund;sätzäniznbenr feilen^ ihi:. ■: i
":iv aa}t Dabhihishieihe Haf thng; aus : Yertrag:,- :wie sie der Kläger annehmen-;mll/P' allerdings nicht anzunehmen. Die Be- ".■:'
nutzung feiner /hem Verlfe^ öffentlichen Anlage
schafft grunä^fzlihh noch, keine vertragliche Beziehung zwischen den Beteiligtendie:.Benutzung de;sfkän |1
Neckars./und seinergyertraglieher Grund.lage er- :.|||§ :folgen .so llfPh:iersichtlich. ImZGelenteil^^fitfZ/J ZD ietBönutzuhp/hör/ilöi®^
von' .der //.: /||||
nul:;zfZr|:./uhte;p:h$i|ffe
'Inder uhg/3h3|heptS|®§hg^ ■ / ■;:31K:
wlrkohAvI^PPlÄ^äisÄGKhZ;:^^
:;/';;'//t:hslhhtehh®S|ÄlZ:lh^
hut:züngz.;d:lÄ!#ehS^^
:-T:0 e : 1 ;:ff 3 - ///|
iSbgäbeh Z/sihflgK^ sic . >|}|f
3§r den uvl efjf eff rf^
rid3f///Art/:Gjf:|^^^ sf:e;§i ge:hh|38wofd/eh/|fZst^
Offoni'ifcnef^l^ ;l
,gebuhreh,'.:mafghb.bhä|h®^^^^ //://|J
'§'V^4,/Z&l)|i32t::aaö||s::uhd^ g/gt/f/ff
droht sind /gMt'fd|f ' Auf-:v h/.ggf§|f f äslsuhggh&l^&egpsf^^
/den Ausführung^';e$$:ii^
Abgaben auf deigf|:ahhitzs i.;.gzg,.u||fgtf
lEeichsyerkOlif sbl/at_t/:1ftli|||’ /fhPi Slrei^^ sich aus ;Jf!g/:
der Stundung diesef/fAbgabe^ Stuttgart als Gerichts-
s t and best immt worden ist» De nn d ies e Best immun g' beruht auf ./////€:; /g Art VI11 aaO, in tern ausgesprochen ; daß das Verfahren ;u#.z/:gt
der Abgabenerhebung, dhrch dievAüsfUhrungsbeStimmungen,.: geregelt wirdj- dann:-kännZ/hbor;; eine auf Grund dieser Aüsfüh- ■nr-r rungsbeStimmungen vörgenoiafene Festlegung eines Gerichts- ■ /,.////'g^ Standes nicht als eine privatrechtliche Vereinbarung Zange sehen :/|/
werdeniDie :^'gsA>exi^.wie die Beklagte un-nDestrit£enl§i|drge.f;n||pi^^ und
>des Betriebes; e:s|lj|ijfd^^ ein auf Gewinn
gerichtetes oder sich selbst tragendes UnternehmenD
::i;:;e;r 'Be 'kla|t'dnvnach:||J|||::||i5'ö3;|ip^
■ge|;r§.£f ener/;lt§^ je-'
■ dO: cf|| wede r:; bh:s5'l.Ä^
........
^.i;|^^^^|^^^^^S^|||^;^i^a^p^e;li;;^chledseng|hiif:enM':'
tÄflllHWlillliillB^ 85 ln: BGB' ;
: -Z:\d;5|^rniiSJi^PMic• Haftungvnach. § 83' .:J|x|in|h£l:2|I§r<a^ .
;;ffier:p|n^
hatj um eine sichere Bedienung der Schleuse zu gewährteisten Baß das der Fall war, hat sie bisher nicht hinreichend i dar^i’afifigfi^ dar- '
;.zuif|h5;t^^ bisher|h®Sen: liiläß .
; zu' 'Beausf^ Esl-mUß v
:uhdlfi#:w||esenierforderlichen Vorkenntni sse .und l||us^nhia||^^
;-:erfpr<f erlichen vor^ daß er
hinsichtlich dieser Tätigkeit nicht nur belehrt , sondern "’auclrtr el^eimäßig 5 uf ärwahh't; uwbrüe®^
eitlr ^B.ehdTnfällfur^
Organisationsmängel seitens der Beklagten zurückzuführen.' \ Auch ■ hierzu fe.k.||:Väst an ■■ den; ■ erforderlichen Bestste 11 urigenc :* Es "wird ;vinsb'esb|iäe^5no;öii/tuiprüf en und fesfzustellen sein f ?: ob nicht schon ein Mange] darin zu sehen ist, daß die . ,1
Schleuse nur mit zwei Kann besetzt war; denn aus einer■
dies.
in § 9 Ziff'5: der Mlgemeaneh::: Bienstanweisung auch verge sehe3
ist - dielSclileusei^ vermeidenden vorüber-
gehenden jVerhinderung' eines'Schieusenheamten 'nur mil: einem Kann;häserhzit^ ;■ istideshalltzu;j:prüfeni: oh durch ent- 1.
spr e chendei Be 1 eli|un|§h::I^^
trägeihf wprdengjQ^ etwaiergehend^
zu ,hegegnen|i^^
im-, ^all^^^inerJJ;r|linä:eig^
Z i e r: :h re SiS'enwer s ungglleii^
zu .verha^Jfiffiäg-ijr©^^
daß:,':''dehf§;elieiise^ -.nderl^
wer den; Miß grif £eX. Zü^erme,iden;o •. ".; 1
■: isr&iie|i|^
Vor i:i;st|i;dajlf Hr eine a
?e]ii'gri§;|§lt^ |i
ge:tro::|fieni^|rieä|Ignh^ Folgen .
umgehend ? und
-:; lii ;'Sirpt e n e ntig'e n ^ -tä aiB;
ent spre chende;ige:f:igh^ sondern
es.: müShh^ gelmäßigVlll ':1||
und-' söhgi.äi:llg*' t./;?i|||i ’ gl
s £R;e vlhi dn ohne die erf or d erlichen Fe s f hf el'l1yngelf nth®W;^.p rH'e Hä ; ä^.s ,t|;: c- d a. s_-clJ 30 i: «'i 1
auf suheben und di|e|f|f ® jb.e£#äor^eifjen Verhandlung uiid Fntschei dung,;; auch über die Kosten der Revision, an das B er uf^ungsgEr ip®tll||®c^
® 5 if p;: Ä|lf
d c beig , verhindert, zu unter-
Dr.Geiger
Rietschel
Dr. Weber
S^öllBfffeJh-
Ill ZB 255/54-
Beschluß
in Sachen
des in H
Klägerin, Berufungskiäger-in und Revisionsklägerin;
- Prozeßbevollnächtigtert Rechtsanwalt Profc Br,
- Pr ozeßbevollmächtigter s Rechtsanwalt Br
wird das Urteil vom 9-= Februar 1956 gemäß § 319 ZPO wie folgt berichtigt?
Im Barbestand auf Seite 3 Zeile 7 der Urteilsausferti gung muß es heißens
ge gen
die Bundesrepublik Beutschland, vert Wasser- und Schiffahrtsdirekticn in
Beklagte,- Berufungsbeklagte und Revisionsbeklagte;
statt "dem Klageantrag entsprochen-,! richtig "die Klage abgewiesen,"
und in Zeile 8
statt "der Beklagtenrichtig "des Klägers"
Karlsruhe, den 5? Juni 1956 Bundesgerichtshof - III, Zivilsenat
Pr„ Geiger Br, Pagendarm
Br, Weber
Eietschel
Br, Beyer