BGH · III ZR 237/88 vom 25.01.1990
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Dr. Engelhardt, Dr. Werp und Dr. Rinne am 25. 2. Auf der Grundlage des genannten Urteils hat das Berufungsgericht nach Beweisaufnahme den Klageanspruch aus Amtspflichtverletzung (§ 839 Abs. 1 BGB, Art. 34 GG) für begründet erachtet. Es ist der Ansicht, daß die Bediensteten des Beklagten, indem sie der Baugenehmigung die - entbehrliche - Auflage beifügten, eine Ringleitung zur Löschwasserversorgung um das Bauvorhaben bzw. Die Revision greift die Erwägungen des Berufungsgerichts an, mit denen es ein Mitverschulden des von der Klägerin beauftragten Architekten CflB verneint und damit einen Wegfall der Haftung des Beklagten nach § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB abgelehnt hat. Daß die Stadtwerke eine derartige Leitung planten, ist dem Architekten CfflB nicht bekannt gewesen; er hat dies insbesondere nicht bei dem Gespräch im Juli 1979, als der Beklagte erstmals die Anlage einer Ringleitung zur Sicherung des Feuerschutzes forderte, gewußt oder erfahren. Die Auffassung des Berufungsgerichts, der Architekt C0B sei zur Nachfrage bei den Stadtwerken nicht verpflichtet gewesen und ihm könne daher seine Unkenntnis nicht zu dem Vorwurf gemacht werden, begegnet keinen Bedenken. Schließlich hat das Berufungsgericht es dem Architekten C^BI nicht als Verschulden angelastet, daß er die Einholung von Informationen unterließ, obwohl er hätte feststellen können, daß in der Nähe der zu erstellenden Gebäude der Klägerin im Oktober 1979 von den Stadtwerken HM9 ein Unterflurhydrant installiert worden war. Es könne - so hat das Berufungsgericht ausgeführt - dem Zeugen CflB nicht widerlegt werden, daß er dadurch allein die "Bauwasserversorgung" als gesichert ansah und nicht annahm, mit Hilfe dieser (Stich-)Leitung werde auch die Löschwasserversorgung gedeckt werden können. Das Berufungsgericht hat - wie auch der Zusammenhalt der Urteilsgründe ergibt -zutreffend folgende Fragen für entscheidend erachtet: Hätte der Zeuge CflB bei Beachtung der von ihm als Architekten zu fordernden Sorgfalt das Vorhandensein des Unterflurhydranten bemerken (zur Kenntnis nehmen) müssen und hätte ihn dies veranlassen müssen, bei den Stadtwerken nachzufragen, ob die Stichleitung auch eine ausreichende Löschwasserversorgung gewährleiste? Da auch im übrigen gegen das angefochtene Urteil durchgreifende Bedenken nicht bestehen, erweist sich die Revision des Beklagten als erfolglos.