BGH · III ZR 222/84 vom 11.07.1985
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Dr. Engelhardt, Dr. Halstenberg und Dr. Werp am 11. gemäß § 554 b Abs. 1 ZPO in der Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht (Beschluß vom 11. Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Wer allerdings in einer dem Gläubiger ausgehändigten Urkunde den Empfang eines Darlehens bestätigt und sich verpflichtet, den Darlehensbetrag zurückzuzahlen, trägt die Beweislast dafür, daß diese Verpflichtung nicht entstanden ist (Senatsurteil vom 3. November 1977 - III ZR 69/75 = WM 1978, 13; Senatsbeschluß vom 21. Den von dem Beklagten angetretenen Beweis, daß die maschinenschriftlichen Texte über den unstreitig echten Unterschriften des Beklagten nicht seinem Willen entsprochen hätten, hat es ebensowenig als geführt angesehen wie den Beweis der Behauptung des Beklagten, die Parteien hätten sich wechselseitig zu dem Schein Darlehensquittungen ausgestellt, um Dritten gegenüber die Herkunft der Gelder zu verschleiern. Fehl geht insbesondere der Revisionsangriff, das Berufungsgericht habe nicht festgestellt, ob zwischen den Parteien tatsächlich Darlehensverträge abgeschlossen worden seien und der Beklagte die Darlehensbeträge erhalten habe. Dem Zusammenhang der Entscheidungsgründe ist vielmehr eindeutig zu entnehmen, daß das Berufungsgericht sich nicht nur über die Echtheit der Urkunden äußern, sondern ebenso feststellen wollte, daß der Inhalt der Urkunden den tatsächlichen Vorgängen entsprach, daß also die Quittungen nicht zu dem Schein ausgestellt wurden, sondern sich auf tatsächlich gewährte Darlehen beziehen.