BGH · III ZR 195/57 vom 20.01.1958
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Januar 1958 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Professor Br. Seiger sowie der Bundesrichter Br. Pagendarm, Br. Kreft, Br. Wolany und Br. Hußla für Recht erkanntt Ber Klägerin wird Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Prist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil des 1. Innerhalb zwei Wochen seit Zustellung des das Armenrecht mangels Armut verweigernden Beschlusses hat die Klägerin Revision eingelegt und Wiedereinsetzung beantragt mit der Behauptung, bis zur Zustellung des das Armenrecht verweigernden Beschlusses sei sie gehindert ge- so müssen in dem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand alle nicht unmittelbar aktenkundigen Gründe dargelegt und glaubhaft gemacht werden, insbesondere daß der Antragsteller sich für arm halten konnte.und wegen seiner subjektiv berechtigten Annahme an der Einhaltung der Rechtsmittelfrist gehindert war (Urteil vom 28- Juni 1952 - II ZR 274/51 = I»M Nr. 4 zu § 236 ZPO). daß die Klägerin sich subjektiv für arm halten konnte Zwar hatten sich ihre Verhältnisse seit der früheren Bewilli gung des Armenrechts durch das Berufungsgericht und durch den Bundesgerichtshof im ersten Revisionsverfahren geändert, am weil der Klägerin weitere 5.132 B3£ zugesprochen worden waren und die Beklagte insoweit ein RecLfcsiaifccel nicht einge legt hatteDie Klägerin vertrag aber die Ansicht, mit Rücksicht auf die von ihr bezogene geringe Rente von monatlich 150 Dm brauche sie ein so geringes Kapital zu dem Zwecke der Durchführung der Revision nicht anzugreifen; sie erklärte, sie sei insoweit bereit, etwa oie Hälfte der Kosten zu tragen; sie erwarte - auch bei Eingang des zugesprochenen Betrages - daß ihr das Armenrecht zur Hälfte bewillige ..traen würde (vgl. September 1957 nach Eingang jenes Betrages nicht uufge-gebeng sie erklärte sich darin zwar bereit, je eine Anwalts- und Gerichtsgebühr zu zahlen, bat aber gleichzeitig darum, ihr Rechtsanwalt R(gpbeizuordnen. Biese Auffassung war auch subjektiv berechtigt, zu demal die Ansicht des Bundesgerichtshofs darüber nicht einheitlich ist, ob einer Partei, die nur in der Lage ist, die Kosten in Baten zu zahlen, das Armenrecht zu versagen oder zu bewilligen ist (vgl.