BUNDESGERICHTSHOF
SS
ui zr 185/79 BESCHLUSS
in dem Rechtsstreit
der Kommanditgesellschaft in Firma Polstermöbel und Matratzenfabrik H. vertreterwlurch den Liquidator Helmut Bad-OflHHHHB-Straße I. LöiHI 0
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KG,
Klägerin und Revisionsklägerin, - Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr.
gegen
die Bank für Gemeinwirtschaft Aktiengesellschaft, Niederlassung vertreten durch den Vorstand
Dr. Dietrich Dr. Hans-Ludwig HeMHHB,
Dr. Diether HoflHKT Gerhard J0BB0, Hans-Joachim
S, UdoKnÄ, RüdigerJ^MI, Melanie
BfeHl Straße fll. He]
Beklagte und Revisionsbeklagte,
- Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Prof. Dr
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S9
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Nüßgens und die Richter Dr. Krohn, Dr. Tidow, Boujong und Dr. Scholz-Hoppe am 18. Dezember 1980 gemäß § 554 b Abs. 1 ZPO in der Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht (Beschlüsse vom 9. August 1978 - 2 BvR 831/76 und vom 11. Juni 1980 - 1 PBvU 1/79)
beschlossen:
Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 19. April 1979 - 2 U 49/78 - wird nicht angenommen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: 500.000 DM.
G r ü n d e
1. Die Sache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Voraussetzungen der Kündigung eines Kreditvertrages aus wichtigem Grund sind durch die Senatsurteile vom 10.November 1977 (III ZR 39/76 = NJW 1978, 947 = JR 1978,
415 = WM 1978, 234) und vom 19. September 1979 (III ZR 93/76 = NJW 1980, 399 = WM 1979, 1176) hinreichend geklärt. Die weitere Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen die "Hausbank” eines Kreditnehmers verpflichtet ist, eine Überschreitung des vereinbarten Kreditrahmens zuzulassen, bedarf im vorliegenden Fall keiner rechtsgrundsätzlichen Erörterung.
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2. Die Revision hat im Ergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg.
Das Berufungsgericht hat den - auf den Zusammenbruch der "KM^gruppe" gestützten - Schadensersatzanspruch u.a. mit der Begründung verneint, schon die Weigerung der Beklagten, weitere kontoerhöhende Verfügungen, die die Kreditlinie überschritten, nicht mehr zuzulassen, habe den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Schuldners zur Folge gehabt; zu einer weiteren Kreditgewährung sei die Beklagte nicht verpflichtet gewesen.Das hält den Angriffen der Revision stand.
Die sachlich-rechtlichen Ausführungen des Berufungs gerichts lassen einen Rechtsfehler nicht erkennen. Eine Verpflichtung der Bank, zusätzlichen Kredit - allerdings auch nur gegen Stellung ausreichender weiterer Sicherheiten - zu gewähren, kommt nur in besonderen Ausnahmefällen in Betracht. Solche Voraussetzungen lagen hier nach den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Fest Stellungen des Berufungsgerichts nicht vor.
Nüßgens Krohn Tidow
Boujong
Scholz-Hoppe