BGH · III ZR 182/83 vom 28.06.1984
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Boujong, Dr. Engelhardt und Dr. Werp am 28. Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§97 Abs. 1 ZPO). Das gleiche muß grundsätzlich für die Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit gelten, die es dem Bauherrn erlaubt, ohne Rücksicht auf Rechtsbehelfe Dritter mit den Bauarbeiten zu beginnen. Wer auf Grund einer von der Baugenehmigungsbehörde selbst erlassenen Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit mit den Bauarbeiten beginnt, obwohl er weiß, daß die Baugenehmigung angefochten ist und von der Widerspruchsbehörde oder dem Verwaltungsgericht aufgehoben werden kann, weil dort möglicherweise die materielle Legalität des Bauvorhabens anders beurteilt wird als von der Genehmigungsbehörde, geht bewußt ein Risiko ein, das er sich nach § 254 BGB entgegenhalten lassen muß (Senatsurteil vom 12. Die Anwendung des § 254 BGB kann dazu führen, daß er den gesamten Schaden, der ihm durch den - wie sich später herausstellt - voreiligen Baubeginn entstanden ist, selbst tragen muß. Daß es bei der Abwägung nach § 254 BGB zu dem Ergebnis gekommen ist, der Kläger - der gewußt hat, daß ein Nachbar schon gegen den vorher erteilten Vorbescheid Widerspruch eingelegt hatte und auch die Baugenehmigung bekämpfte, und der lediglich zur Verfolgung seiner privaten Interessen eine Beschleunigung der Bauausführung