Rechtssatz 5 Zum Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus Urteilen, deren Abänderung gemäss § 323 ZPO begehrt wird, können vom Revisionsgericht nur in entsprechender Anwendung des § 769 ZPO einstweilige Anordnungen erlassen werden« - Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Der Antrag der Kläger auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil der 31* Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 14* Juli 1957 - 231 0 153/34 - wird abgelehnto \ ' Der Senat bejaht mit der neueren Rechtsprechung in entsprechender Anwendung des § 769 ZPO die Zulässigkeit einstweiliger Anordnungen zu dem Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus.Urteilen, deren Abänderung gemäss § 323 ZPO begehrt wird (OLG Düsseldorf HRR 1938, 614; OLG Kiel JRdsch 1949, 88; OLG Celle NdsRpfl 1950, 7; Stein-Jonas-Schönke 17„ Aufl ZPO § 323 V 3; Baumbach-Lauterbach 20« Aufl ZPO § 323 Anm 3 D; Sydow-Busch-Krantz 22* Aufl ZPO § 323 Anm 4; Greiser JW 1935, 3145; Jonas JW 1935, 3146; 1936, 3592; Clasen DJ 1942, 816; Baur JRdsch 1949, 256)* Da die Voraussetzungen für eine solche Einstellung der Zwangsvollstreckung nicht nach § 719 Abs 2 ZPO, sondern nach § 769 ZPO zu beurteilen.jsind, ist im Rahmen des hiernach anzuwendenden freien Ermessens auf den voraussichtlichen Erfolg der Revision Rücksicht zu nehmen. Die Revision der Kläger bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Deshalb lässt sich die Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil des Landgerichts Berlin vom 14.
s J J ' • Für das Nachschlagewerk! Nicht für die Amtliche Sammlung! Nicht zur Veröffentlichung! -^"2388 K.O Gesetze ZPO §§ 323, 769 Rechtssatz 5 Zum Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus Urteilen, deren Abänderung gemäss § 323 ZPO begehrt wird, können vom Revisionsgericht nur in entsprechender Anwendung des § 769 ZPO einstweilige Anordnungen erlassen werden« i ' Aktenzeichen; III ZR 177/51 • Beschl« des BGH v* 7. Februar 1952 OLG Schleswig * $ III ZR 177/51 B e s_ cw h 1 ja. s 8 ln Sachen ' 4. 1) des Rennfahrers Harry H in Strasse 2) des Rennfahrers Kurt U in Bit EflIBstrasse V» Kläger und Revisionskläger, - Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr, gegen den Stadtang^stellten V/alter B in ioIio^pL Beklagten und Revisionsbeklagten, - Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Der Antrag der Kläger auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil der 31* Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 14* Juli 1957 - 231 0 153/34 - wird abgelehnto \ ' \ > L 1 .»> ■ Der Senat bejaht mit der neueren Rechtsprechung in entsprechender Anwendung des § 769 ZPO die Zulässigkeit einstweiliger Anordnungen zu dem Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus.Urteilen, deren Abänderung gemäss § 323 ZPO begehrt wird (OLG Düsseldorf HRR 1938, 614; OLG Kiel JRdsch 1949, 88; OLG Celle NdsRpfl 1950, 7; Stein-Jonas-Schönke 17„ Aufl ZPO § 323 V 3; Baumbach-Lauterbach 20« Aufl ZPO § 323 Anm 3 D; Sydow-Busch-Krantz 22* Aufl ZPO § 323 Anm 4; Greiser JW 1935, 3145; Jonas JW 1935, 3146; 1936, 3592; Clasen DJ 1942, 816; Baur JRdsch 1949, 256)* Da die Voraussetzungen für eine solche Einstellung der Zwangsvollstreckung nicht nach § 719 Abs 2 ZPO, sondern nach § 769 ZPO zu beurteilen.jsind, ist im Rahmen des hiernach anzuwendenden freien Ermessens auf den voraussichtlichen Erfolg der Revision Rücksicht zu nehmen. Die Revision der Kläger bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Deshalb lässt sich die Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil des Landgerichts Berlin vom 14. Juli 1937 nicht rechtfertigen. Karlsruhe, den 7o Februar 1952 Bundesgerichtshof, III. Zivilsenat Dr. Riese Dr. Delbrück Dr. Pagendarnr Dr. Bock Bundesrichter Prof.Dr.Meiss ist durch Orst-ahwesenheit an der Unterschrift verhindert. Dr. Riese