BGH · III ZR 165/85 vom 22.04.1986
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Boujong, Dr. Engelhardt, Dr. Werp und Dr. Rinne am 22. Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Wenn die Gemeinde Fm den neuen Pachtvertrag nicht mit dem Beklagten selbst, sondern mit dessen Ehefrau geschlossen hat, so lag dem - soweit dies nach dem Akteninhalt beurteilt werden kann - die Absicht zugrunde, eine Beteiligung des Klägers am Pachtverhältnis zu verhindern. Das ergibt sich aus der Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderates vom 26. Die Ausnutzung dieses Rechtszustandes durch den Beklagten, der - allein oder gemeinsam mit seiner Ehefrau - die Jagd im Bezirk FflB ausübt, ist dem Kläger gegenüber vertragswidrig. Bei dieser Sachlage und mit Rücksicht darauf, daß sich die Umstände der Neuverpachtung der Kenntnis des Klägers entziehen, war es Sache des Beklagten, die Gründe, die aus seiner Sicht zu dem Abschluß des Pachtvertrages zwischen der Gemeinde Fm und seiner Ehefrau geführt haben, im einzelnen aufzuzeigen und näher darzulegen, daß er selbst seiner Treuepflicht gegenüber dem Kläger nicht zuwidergehandelt hat. frau das Pachtverhältnis aus Gründen eingegangen ist, die mit der Verpflichtung des Beklagten, dem Kläger die Mitpacht einzuräumen, keinen Zusammenhang aufweisen.