BGH · III ZR 159/73 vom 11.07.1974
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Von den Kosten des in der Hauptsache erledigten Rechtsstreits haben die Klägerin 1/3 und die Beklagte 2/3 zu tragen. Landgericht und Oberlandesgericht haben die Beklagte antragsgemäß zur Zahlung von 300«000 DM samt Zinsen verurteilt, weil der Kaufmann Josef der seinerzeit berechtigt war, die Klägerin zu vertreten, April 1974 jedenfalls infolge Zeltablaufs freigevorden waren, den Rechtsstreit übereinstimmend in der Hauptsache für erledigt erklärt und stellen wechselseitige Kostenanträge• Die Kosten des Rechtsstreits sind in dem angegebenen Verhältnis von den Parteien anteilig zu tragen. fraglich sein, ob - wie das Berufungsgericht angenommen hat - von der Beklagten darzulegen und zu beweisen war, daß die Klägerin "überliquid11 und daher an der Festgeldanlage interessiert gewesen sei« Dennoch kann nach der Überzeugung des erkennenden Senats aufgrund des bisherigen Sachund Streitstandes mit größerer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, daß die Klägerin - auch nach einer ZurUckverweisung der Sache an den Tatrichter - im Ergebnis mit ihrem Begehren Erfolg gehabt hätte, wenn die Erledigung der Hauptsache nicht eingetreten wäre« Dabei ist zu bedenken, daß die bisher mit' dem Rechtsstreit befaßten Tatrichter, die Kammer für Handelssachen des Landgerichts und das Be« rufungsgericht, ein erkennbar mißbräuchliches Handeln des Josef BiflB bejaht, wenn auch in ihren schriftlichen Entscheidungen möglicherweise nicht hinreichend begründet haben« Demgegenüber erscheint dem Senat die Möglichkeit, daß die Klage erfolglos geblieben wäre, weniger wahrscheinlich«