BGH · III ZR 158/88 vom 21.03.1989
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Dr. Engelhardt, Dr. Halstenberg und Dr. Rinne am 21. Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (S 97 Abs. 1 ZPO). 1. Nach den - insoweit nicht mit durchgreifenden Rügen angegriffenen - Feststellungen des Berufungsgerichts ist davon auszugehen, daß der Oberstadtdirektor K^HHI in dem Zeitpunkt, in dem er gegenüber der Stadtsparkasse erklärte, der Kläger werde von der beklagten Stadt keine weitere Entschädigung erhalten, den Beschluß des Regierungspräsidenten vom 19. Denn diese Entscheidung ging von einem (bestrittenen) Vortrag des Klägers aus, den das Berufungsgericht - von seinem damaligen Standpunkt aus folgerichtig - noch nicht zu dem Gegenstand einer Beweisaufnahme gemacht hatte. War dem Oberstadtdirektor diese Entscheidung des Regierungspräsidenten noch nicht bekannt, so kann ihre Nichterwähnung keine Amtspflichtverletzung darstellen. 2. Ob und unter welchen Umständen ein Beamter, der nach Erteilung einer Auskunft feststellt, daß diese unzutreffend war oder geworden ist, dem Empfänger oder demjenigen, dessen Verhältnisse die Auskunft betraf, gegenüber verpflichtet ist, die Auskunft zu berichtigen, bedarf hier keiner generellen Klärung. Als der Oberstadtdirektor die Entscheidung des Regierungspräsidenten erhielt, mußte er allerdings erkennen, daß seine Auskunft zu demindest unvollständig gewesen war und daher mißverständlich wirken konnte.