BGH · III ZR 156/56
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- Pr ozeßbevollmächtigter % Rechtsanwalt Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die rhandlung vom 11» Juli 1957 unter Mitwirkung äsidenten Prof »Br 0 Geiger sowie der Bundes-Fagendarm? e Revision der Klägerin gegen das Urteil Zivilsenats des Kammergerichts in Berlin Oktober 1955 wird zurückgewiesen, e Klägerin hat die Kosten der Revision zu Die Klägerin unterhält auf Grund Enteignung auf dem rund 18 643 am großen der Beklagten gehörenden Grundstück eine Fern- Abstand parallel gerin wurde am 8 gewieseno Durch der K Schluß vom 20, F 1in als Enteignu t ümer zu zahle nd De r E i ge n t Urne r i als Alleinerbin Mit der am Klägerin beantr Beschlusses der 57?-DM festzuset lagerin am 24» Februar 1953 zugestellten Beehr uar 1953 hat der Polizeipräsident in Ber-ngsbehörde die von der Klägerin an den Eigen-e Entschädigung auf 12 975 DM festgesetzt., st danach verstorben und von der Beklagten oeerbt worden, Der dadurch den sei größer als die von der Enteignungs-tzte Entschädigung, Das Mandgerieht hat die Entschädigung auf 285 DM festgesetzt., das Berufungsgericht hat die Klage angewiesen» Mit der Revision erstrebt die Klägerin Wiederherstellung des landgerichtlichen Urteils, die Beklagte bittet um Zurückweisung der Revision „ lo) Soweit sich die Revision gegen die vom Berufungsgericht als für die Entschädigungsfeststellung maßgeblich he zeichneten Rechtsgrundsätze wendet, kann ihr ein Erf nicht beschieden sein» Nach diesen Bestimmungen ist das Berufungsgericht mit Recht davon ausgegangen, daß der Beklagten die ganze Einbuße, die sie an dem Wert des Grundstücks durch seine Benutzung seitens der Klägerin erlitten hat, zu ersetzen ist. echt geltend, daß im vorliegenden Balle eine Entschädigung aus der Erwägung notwendig sei daßdie Ferngasleitung der Klägerin "dem öffentlichen Wohl" diene» Diese Voraussetzung trifft nämlich bei allen Enteignungen, die unter das Gesetz fallen, zu, weil nach dessen § 1 eine Enteignung überhaupt "nur ‘aus Gründen des öffentlichen Wohles" zulässig ist» Es ist also nicht ersichtlich, weshalb im',Folie der Klägerin eine Abweichung von den allgemeinen Grundsätzen des Gesetzes über die Entschädigung angebracht sein sollteo'Auch aus Gründen des öffentlichen Wohles erforderliche Vorhaben können nicht zu Lasten eines einzelnen Bürgers durchgeführt werden, sondern müssen.von dem begünstigten Unternehmen und mittelbar von denjenigen, die aus dem Unternehmen einen Nutzen ziehenfinanziert,werdeni Bei dieser-Rechtslago kann ungeprüft bleiben, wie weit es überhaupt zutrifft, daß die Ferngasleitung "unmöglich gemacht" würde, wenn die Klägerin eine Entschädigung, wie sie die Enteignungsbehörde festgesetzt hat, an die Beklagte zu zahlen hätte o b) Bei dem gerieht mit Rech der Besit zeinwci gangspunktes wir so daß es einer Zu ermittelnden Wert hat es das Berufungsauf den "objektiven" wert "im Zeitpunkt ung" abgestellto Die Richtigkeit dieses Aus-r<jT auch von der Revision ausdrücklich anerkannt, Weiteren Begründung hierfür nicht bedarfo stücks” nicht ein "zu Weitherziger Kaßstab” angelegt werden trifft dies nicht den hier interessierenden saclaichen Ausgangspunktj sondern bezieht sich nur auf ren bei der Feststellung der Eigenschaften und des Grundstücks, Hierbei sind jedoch die allgemeinen prozessüajbn Regeln über die Feststellung von Tatsachen maßgebend, Für die Aufstellung besonderer Regeln bei der hier in Frage stehenden Tatsachenfeststellung im Rahmen einer Entscheidung über eine Entschädigung fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage , Das? sgesetzeSo den die Bundestagsärucksache 1426 ent-für die der Beklagten zustehende Entschädigung das geltende Gesetz maßgebende m übrigen wendet sich die Revision nur gegen die der bei der Entschädigungsfest setzung zu'beachteneilen Vorschriften und Grundsätze durch das Beruht auf den vorliegenden Fall, Die Revision erhebt achlichrechtliche und verfahrensrechtliche Rügen? Ge der Feststellung der Eigenschaften eines gnung erfaßten Grundstücks nicht auf den der behördlichen Planung", sondern auf nd Handelswert" ankommt, ist richtig» Aber treffend, daß das Berufungsgericht dies ver-Ausweisung des hier interessierenden Gelan-iegelänöe" in der Bauordnung von 1929 ver-fungsgericht nur als einen Beweisgrund - neben Umständen - zur Begründung seiner Feststel-lande "werdendes Industriebauland" gewesen st nichts einzuwenden» , daß im November 1939 schon Krieg war, tufungsgericht im Gegensatz zu der Meinung ine Rechnung zu tragen; denn es ist nicht ie damals vielleicht bestehenden Bauhinde-nde seine Eignung und Schätzung als "werden-iland" verloren gehabt hatte» Den Krieg bekehr nur als einen vorübergehenden Zustand, ie durch den Krieg eingeleitete wirtschaft-g die Geneigtheit, Land zu erwerben? sie habe für einen Teil des Grundstücks 1939 von der Reichswasserstraßenverwaltung 4?25 RM pro qm erhalten, zur näheren Erörterung hätte stellen müssen? zu den Behauptungen der sie für wichtig hält, von sich aus Stel-Ob im einzelnen Fall eine Behauptung im Lau- .restlichen Bügen der Revision richten sich da-das Berufungsgericht auch das Grundstück der Be-e weiteres als "werdendes Industriebauland,r ange-ohne die einzelnen Behauptungen der Klägerin £ß das hier fragliche Grundstück wegen seiner be-rhältnisse sich als Industriebauland nicht geeig-2u beachten« Auch in diesem Punkt kann der Bevi-recht gegeben werden» Daß es entscheidend nicht auf die Eigenschaften des "Groß-Geländes", in welchem sich ein enteignetes Grundstück befindet , ankommen kann;, sondern nur auf das enteignete Grund stück selb3*(r, 'ist nicht zu bezweifeln; denn die Ent schädlich nach dem Wert des enteigneten Grundstücks ad dieser kann bei Vorhandensein besonderer Umars sein als der Wert der sonstigen Grundstücke aglichen Bereich* der Mangel eines öffentlichen Weges1, igkeit einer Bodenaufschüttung auf einen Teil das Vorhandensein gewisser Bauwerke* Auch bei igung dieser Umstände ist der Sachverständige m Ergebnis gekommen, daß auch das hier interessie-dstück als "werdendes Bauland" anzusprechen gewe-r dem Berufungsgericht gemachte Vorwurf« daß es erheiten des Grundstücks der Beklagten außer acht be, ist also nicht zutreffend*