BGH · III ZR 151/88 vom 27.09.1990
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn, die Richter Dr. Engelhardt, Dr. Rinne und Dr. Wurm sowie die Richterin Dr. Deppert am 27. Es ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden, daß sich das Berufungsgericht in tatrichterlicher Würdigung des vorgetragenen Sachverhalts und des Ergebnisses der Beweisaufnahme nicht davon hat überzeugen können, daß die von dem Beklagten erklärte Kündigung des Mandats in dem Schiedsgerichtsverfahren durch vertragswidriges Verhalten des Widerbeklagten zu 2 veranlaßt worden ist. Die von der Revision in diesem Zusammenhang erhobenen Verfahrensrügen hat der Senat geprüft und nicht für durchgreifend erachtet (§ 565 a ZPO). Das Berufungsgericht hat deshalb ohne Rechtsirrtum sowohl den entsprechenden Vergütungsanspruch zuerkannt als auch die Widerklage abgewiesen. Inwieweit eine Streitwertbeschwerde oder Gegenvorstellungen dem Oberlandesgericht München hätten Veranlassung geben sollen, den Streitwert für das Verfahren der einstweiligen Verfügung auf weniger als 1,5 Mio.DM festzusetzen, ist nicht ersichtlich. Einen Ermessensfehler zu dem Nachteil des Beklagten zeigt die Revision nicht auf.Der Revision ist auch insoweit nicht zu folgen, als sie sich gegen die Höhe des zuerkannten Zeithonorars wendet. Das Berufungsgericht hat auch den Umfang der zu honorierenden Beratungstätigkeit des Widerbeklagten zu 2 ohne Rechtsirrtum ermittelt. Einen durchgreifenden Verfahrensfehler des Berufungsgerichts zu dem Nachteil des Beklagten zeigt die Revision nicht auf.Von einer weiteren Begründung wird abgesehen (§ 565 a ZPO).