BGH · III ZR 149/51 vom 02.10.1952
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Rechts satz; Soweit sich aus der Ernennungsurkunde eines auf Zeit ernannten Beamten die Amtsdauer durch Angahe des:Beginns der Amtszeit in Verbindung mit den der Ernennung-zugrunde liegenden gesetzlichen Vorsehrif ten klar und eindeutig ergibt, ist mit der Aushändigung der Urkunde der Erwerb der rechtlichen-Steilung eines Beamten auf Zeit auch.dann verbunden, wenn sich das Ende der'Amtszeit nicht ausdrücklich aus dem Wortlaut der Urkunde selbst ergibt» Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mün liehe Verhandlung vom 2 - Oktober 1952 un ter Mitwirkung der Bundesrichter Dr. Delbrück, Br;. Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des,2 vilsenats des Oberlandesgerichts, in' Koblenz vom 27 *Ap 1951 aufgehoben«: ■_ • ■ -tu Auf die Berufung des Klägers wird unter Abänderung des Urteils der 3= Zivilkammer des Landgerichts in. pflichtet ist;- an den Kläger Jur die Zeit vom 1„ März 1950 an das ihm gesetzlich.zustehende Ruhegehalt zu zahleno Sie Kosten des HechtsStreits werden dem Beklagter. Gegen diesen Bescheid legte der Kläger beim Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz Dienstaufst cats -.Beschwerde ein, die mit Bescheid vom 8, November 1'949 als unbegründet zurückgewiesen wurde, Auf Grund dieses dem Klager am 11, November 1949 zugegangenen Bescheides würben ihm vom 1, März 1950 ab keine Versorgungsbezüge mehr ■bezahl! ,en, an ihn das ihm gesetzlich zustehende'', Ruhegenal zahlen ab 1, März 1950|zu Der Kläger.vertritt, die Ansicht» dass er. da er nach § 44 DGO auf zwölf Jahre als hauptamtlicher Amts bürg ermei-' ster berufen und angestellt -'worden sei, Ami t Aushändigung; der'Ernennungsurkunde am 2, Aüeüst 1937 Beamter auf Zeit . Der Kläger stützt seine Zahlungsansprüche darauf, dass 'er am 2» August 1937 zu dem hauptamtlichen Amtsbürger-meisten und als solcher für zwölf Jahre.bis zu dem 1 • August 1949 zu dem Beamten auf Zeit ernannt worden sei: nach Ablauf •dieser Amtszeit- sei er gemäss § 69 DBG in der. Januar 1937 am 1» Juli 1937 in Kraft getreten war (§ 184 DBG), sind die Voraussetzungen "und Wirkungen der Ernennung des Klä gers zu dem hauptamtlichen Amtsbürgermeister.nach den Vorschriften des Deutschen Beamtengesetz.es zu beurteilen) Nachdem sich der Regierungspräsident in Trier durch Ver fügurg -vom 24 Juli 193)' mit der Berufung des Klägers i. einversranden erlciärt hatte, waren die gesetzlichen Vor äussetrungen für eine Ernennung des Klägers zu dem Beamten auf Zeit, nung führungsverordnung zu dem Deutschen Beamtengesetz für die Ke mmun albe amten vom 2vwJulie i9i i1 (HGfBl X» ( ,2 9) eine auch den Inhalt der Ernennungsurkunde betreffende' troffen werden sei und dass e trotz des nicht ausdrücklich einen Zei f.rs Wortiaubs der Ernennungsurkunde Beamter auf sei. die in § 5 der Verordnung getroffene Senat der Kläger Beamter auf Zeit gewordene sgelung Obwohl der Wortlaut der Ernennungsurkunde vom 2 August 19 d’/ nur usn Anfangstermin der Amts zeit des Klägers nicht aber den Endtermin ausdrücklich und unmittelbar erkennen lässt, genügt die Ernennungsurkunde im Zusammenhang mit den gesetzlichen Vorschriften über die Amtszeit it. :n den Beamten Die Vorschrift des § 29 Abs 2 DB( massigen Angabe des Termins genügt es aber auch, die Dauer der Amtszeit durch Bezeichnung des Anfangstermins und durch AngabethereAmtsdauer:zu bestimmen, Im vorliegenden Pall hätte-also auch angegeben werden können*.' dass der Kläger unter; Berufung in das BeamtenVerhältnis mit Wirkung vom 2 = August 1937 "für zwölf Jahre" zu dem hauptamtlichen Amtsbürgermeister ernannt werde l 5-DietT’ ■hl,. Dieser Mangel kann hier als unschäd-licu angesehen werden, weil sich die Amtsdauer von zwölf Jahren ohne weiteres klar und eindeutig aus dem Gesetz ■ergibt.. Die diesen gesetzlichen Vorschriften entsprechende Ernennung eines hauptamtlichen Amtsbürgermeisters führt also begriffsnotwendig zur Begründung eines Zeitbeamtenverhäitnis-ses auf zwölf Jahre. Unstreitig wollte der Beklagte mit der Ernennung des Klägers die .ihm auf 35U Grund der "Berufung" gesetzlich obliegende Verpflichtung erfüllen. Bei dieser in ’jeder Richtung klaren Sach-und Rechtslage würde es eine.dem Sinn und Zweck der Vorschrift des § 29 Abs 2 DBG widersprechende Übers5oan-nung dec "Formstrenge" sein, wenn man trotz der nach .. sicht beizutreten, daso auch'ohne ausdrückliche Angabe die Amtszeit durch die zugrunde liegenden gesetzlichen’ Vorschriften so hinreichend: genau bestimmt sei, dass trotz des Wortlauts des § 29 Abs 2 der Erwerb der rechtlichen Stellung eines Beamten auf Zeit mit einer solchen Urkunde verbunden werden könne (sA Brand DBG 4„ Auf! Zer war der Beklagte nach Beendigung der Amtszeit gemäss §§ 61 78 Abs 3 DBG-verpflichtet, das dem Kläger gesetzlich zustehende Ruhegehalt ab L März 1950 zu zahlen5 Dem auf "Verurteilung zur Zahlung" des gesetzlichen Ruhegehalts gerichteten Klagentrag kann jedoch in dieser Form nicht stattgegeben werden, weil die Leistung als solche, nämlich der Geldbetrag, nicht ziffernmassig bestimmt ist und sich auch nicht ohne weiteres aus den vorhandenen Unterlagen errechnen lass (.§ 235 Abs 2 Ziff 2 ZPO), Wie der Kläger' durch den gemäss der Protokollanlage vom 2. Zusatz klargestellt hat, , ist der Klagantrag als Antrag auf'Feststellung der Verpflichtung zur Zah-Ruhegehaits aufzufassen» Dementsprechend war unter Aufhebung des Berufungsurt auf die Berufung das landgerichte Urteil (§§564 Als 1, 565 Abs 3 Ziff 1 Z