BGH · III ZR 144/51
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Wenn das Berufungsgericht entgegen der Vorschrift < des § 315 Abs 2 ZPO Tatbestand und Gründe seines Urteils nicht binnen einer Woche oder wenigstens alsbald nach der Verkündung des Urteils angefertigt hat, so ist dies jedenfalls dann ein Revisionsgrund ,nach;§ 551 Nr 7 in Verbindung mit § 313 Nr 3 und 4 ZPO, wenn die Urteilsgründe zu einem Zeitpunkt, in dem die Revisionsfrist nach § 552 ZPO schon läuft, also 5 Monate nach der Verkiin- für Recht erkann Auf di das Urteil in Stuttgar ben, als ge In die Verhandlung der Revisio 3es 3d Zivilsenats des Oberlandesgerichts t vom 19 * Oktober 1950 insoweit aufgebogen sie erkannt isto sem Umfange wird die Sache zur anderweiten und-Entscheidung, .-auch'über die Kosten n, an das Oberlandesgericht zurückverwiesen* r nimmt die Beklagte für den ihm aus einem enen Schaden in Ansprüche Das Landgericht abgewiesen, das Oberlandesgericht hat durch ne, am 19, Oktober 1950 verldindete Urteil ch dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt, s Verfahren hinsichtlich des Betrags . au f zull e b e n und zur anderweite fungsgerieht z Weisung der Re Die Revis habe gegen §§ nach die Urtei "alsbald" nach Das Urteil sei se Rüge ist be ion rügt in erster Linie, das Berufungsgericht 315 Nr 3 und 4 und 315 Abs 2 ZPO verstoßen, wo-1«gründe binnen einer Woche oder wenigstens der Verkündung des Urteils anzufertigen seien, deshalb gemäß § 551 Nr 7 ZPO aufzüneben, Die-gründet <7 . und Anm III mit Note .i2 zu § 32o ZPO)0 Das kann.aber nicht in diesem'Allgemeinheit und für jeden Pall gelten» Der Sinn, -der Vorschrift des § 315 Abs 2 ZPO ist nicht zuletzt, zu verhindern, daß die -Parteien in die Zwangslage versetzt werden, mit- Rücksicht auf den Ablauf der Rechtsmittelfrist ein Rechtst mittel e zu kennen, und umgekehrt, daß das Gericht mit der Abfassung der Urteils- ; gründe zögert und abwartet, ob ein Rechtsmittel eingelegt wird, oder nicht» Wird eine Partei durch eine ungebührliche Verzögerung- in der Abfassung der Urteilsgründe in eine solches Lage versetzt, dann ist'das eine so starke Beeinträchtigung, ihrer Rech'je, daß ein solcher Verstoß eine Aufhebung des' Urteils nach § 551 Nr-7 ZPO jedenfalls dann rechtfertigt, wenn, zu dem Zeitpunkt, in dem die Revisionsfrist auch ohne Zustellung des Urteils schon in Lauf gesetzt worden ist - also 5 Monate nach der Verkündung des Urteils (§ 552 ZPO) - und auch schon die Revision eingelegt worden ist, die Urteilsgründe noch nicht Vorlagen» Ob dieser Zeitpunkt im Hinblick auf den . Wegfall der - Berichtigungsmöglichkeit (§ 320 Abs 2 Satz 3 ZPO) möglicherweise früher angesetzt werden muß, kann auf sich beruhen bleiben, da im vorliegenden Palle die Urteilsgründe erst mehr als 7 Monate nach der Verkündung fertiggestellt worden sind, der Revisionsklägerin also ohne Fristverlängerung sogar die Möglichkeit genommen worden wäre, die Urteils-, gründe bei ihrer RevisionsbegrUndung zu berücksichtigen» die Entscheidung über den Peststellungsanspruch nicht zu treffen, auch fehlt die Bezeichnung des Urteils als Teil-Urteil» Das Berufungsgericht wird in seiner neuen Entscheidung Gelegenheit haben?