BGH · III ZR 141/95 vom 28.03.1996
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Rinne und die Richter Dr. Werp, Dr. Wurm, Dr. Deppert und Schlick am 28. Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Während die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens, die Veranlassung und Vollziehung einer Durchsuchungsanordnung, die Entscheidung über die Erhebung der öffentlichen Anklage und Maßnahmen im Bußgeldverfahren, wenn sie unberechtigterweise vorgenommen wurden, Amtspflichtverletzungen gegenüber dem Verdächtigten darstellen können (vgl. § 839 Rn. 380 - 382), ist eine Amtspflicht der Staatsanwaltschaft zu dem Einschreiten im Interesse der möglicherweise von einer Straftat Betroffenen - anders als für die Polizei (vgl. sung kann daher in aller Regel nicht eine Amtspflicht gegenüber dem durch die Straftat Geschädigten verletzen (OLG Düsseldorf NJW 1996, 530 mit ablehnender Anmerkung Hörstel, NJW 1996, 497, zustimmend Krohn, EWiR 1995, 135; s. Anders kann es sich allenfalls dann verhalten, wenn der Staatsanwaltschaft in einem laufenden Ermittlungsverfahren konkrete Schutzpflichten gegenüber dem durch eine Straftat Geschädigten erwachsen, etwa zur Sicherstellung der Diebesbeute im Interesse des Bestohlenen (vgl. 2. Wie das Berufungsgericht weiter ausführt, gehörte der Kläger im Mai 1988 noch nicht zu dem Kreis derjenigen, die ihre Gelder bereits bei der Afl^H^Gruppe eingezahlt hatten und durch die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme und die weitere Verfolgung der Beschuldigten vor einem Schaden möglicherweise hätten bewahrt werden können, weil den Beschuldigten der Zugriff auf die weiteren Konten entzogen gewesen wäre. September 1988 seine Anlage tätigte, war er durch die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, eine Aufhebung der Beschlagnahme zu beantragen und das Verfahren am 2. Ob dies im Falle der Annahme einer drittgerichteten Amtspflicht der Staatsanwaltschaft dem Geschädigten gegenüber entgegenstände, den Kläger in den Kreis der Geschützten einzubeziehen Auch im übrigen läßt das Berufungsurteil entscheidungserhebliche Rechtsfehler zu dem Nachteil des Klägers nicht erkennen.