BGH · III ZR 139/63 vom 21.12.1964
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Auf dio Revision der Klägerin wird das Urteil des 7o Zivilsenats des Oberlandeogerichts in Büosol-dorf vom 8, Hai 1963 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als der Hilfsklageanspruch auf Feststellung, daß dor Klägerin ein rflichtteilsonopruch gegenüber dem Beklagten susteho, abgewieson worden ist. Alleinerbo des Erblassers und damit Alleineigentümer der Grundstücke; auch aus den sonstigen Umständen ergebe sich, daß der Erblasser ein Testament, wie es dem vorgelegton Schriftstück vom 7« Bozember 1931 entspreche, errichtet und diesos in der Folgezeit nicht aufgehoben habe. Per Erblasser habe insbesondere noch kurz vor ooinem Tode den damals verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift "An das Amtsgericht Wupportal-Elberfold" vorgo-zoigt und bemerkt, der Umschlag enthalte sein Testament, Pa3 Landgericht hat die Klage abgewieseu, weil es das von Beklagten vorgclegto Schriftstück vom 7» Dezember 1931 als ein gültiges Testament angesehen hat. Friedrich HflBI <>, o, <> <> Über die 3 Häuser SflBHHB-straßo|^, tf^undflBein, weiteres Vermögen ist zur Zeit nicht vorhanden, mit der Maßgabe, das meine Ehefrau Maria Luise gob, ZflHHPbis zu ihrem Lebensende Nießbrauch von monatlich 300 Mark zusteht wofür sie für meinen Sohn die Verwaltung der obongonannten Häusor aueüben soll, und jährlich meinem Sohn eine Abrechnung einzureichen, sowie einen eventuellen Überschuß zu überweisen hat, ,,, Testamente oder als Tcstamontsabscbriften nicht angeschon wordene Aus den überreichten Abschriften könne jedenfalls nicht gefolgert werden, daß der Erblasser eine Urschrift angefertigt und in dieser den Beklagten zu seinem alleinigen Erben eingesetzt habe« V. eit er hat die Klüger in eingewandt, der Beklagto habe seinen "Erbanspruch" auf alle Fälle verwirkt0 Hierzu hat sie vorgotragen: Der gemeinschaftliche Erbschein vom 4o November 1945 sei dem Beklagten spätestens 1946 zugegangen; bereits in Jahre 1949 habe er sich auch einen Grundbuchauszug beschaffen lassen, in dem lediglich das Miteigentum ausgewie-sen worden sei; er habe mithin 13 Jahre lang in Kenntnis der angeblichen Testamente nichts unternommen, um seine Kochte als alleiniger Erbe durchzusetzen» Hinsichtlich ihres Fflichtteilsrochts bringt dio Klägerin vor: Die Witwe des Erblassers, Maria Hflfc, habo nach ihren verstorbenen Ehemann ein Fflichtteilsrecht in Höhe von 1/8 seines Nachlasses gehabt; dieses vererblicho rflichtteilsrecht sei auf sie, die Klägerin, als unstreitig alleinige Erbin der Maria übergegangen«. Der Beklagte hat noch ausgoführt: Aus den drei vorgo-legten "letztwilligen Verfügungen11 dos Erblassers, die sämtlich seino Einsetzung zu dem alleinigen Erben enthielten, orgobo sich ganz eindeutig seino alleinige Erbeinsetzung• Diese Testamente, insbesondere das zeitlich letzte, seien auch niemals aufgehoben worden» Sein "ErbanSpruch" sei auch nicht verwirkt; denn dio Klägerin habe keinerlei erheblicho Verfügungen mit Rücksicht auf das angebliche Vertrauen in den Bestand ihres vermeintlichen Miteigentums getroffen» Hiervon abgesehen müsse sie sich auch Böcglüubigkeit entgcgcnhalten In V/ürdigung des Umstandes, daß das vorgelegte Schriftstück vom 60 März 1934 als "Abschrift" bezeichnet worden sei und der Erblasser auch bereits früher "Abschriften" seiner im wesentlichen gleichlautenden Testamente vom 7* Dezember 1931 und 24o Mai 1933 dem Beklagten übersandt habo, sowie vor allem in -Vürdigung des Inhalts des Begleitschreibens des Erblassers von 24o März 1934 stcllto das Oberlandesgcricht fest, daß dor Erblasser und seine damalige Ehefrau Maria eine mit der vorgelegten Tcstamentsabschrift vom 6, März 1934 gleichlautende lotztwilligo Verfügung in Urschrift errichtet haben. -Sin formgültig errichtetes Testament gelte fort, auch wenn es verloren gegangen sei» Es spreche keine Vermutung dafür, daß der Erblasser sein Testament in Widerrufoabsicht vernichtet habe, wenn die Urschrift nicht mehr auffindbar soi« Die von der Klägerin angeführten einzelnen Umstände, insbesondere die nachträgliche dingliche Bestellung eines Kießbrauchs durch den Erblasser zugunsten seiner Ehefrau Maria Htfpl sowie deren eidesstattliche Versicherung über das angebliche Kicht-bestchen von lotstwilligen Verfügungen anläßlich des Erbscheinverfahrens im Jahre 1945, reichten für eine Feststellung, daß der Erblasser das Testament vom 6«, März 1954 widerrufen habe, nicht aus. 20 Der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß der Test amentserbe sein Erbrecht auch aus einem nicht auffindbaren Originaltestament herloiten und mit allen zulässigen Beweismitteln dartun kann, daß der Erblasser ein Testament des von ihm behaupteten Inhalts errichtet habe, ist rechtlich bedenkenfrei (BGB RGRK 11. hat, wie dann auch das Berufungsgericht alloin das letzte Testament vom 60 März 1934 seinor Entscheidung zugrunde gelegt hat, Es "bedeutet deshalb keinen Verfahrensverstoß, wenn 3ich das Oberlandesgericht insoweit nicht noch ausdrücklich mit der Aussage de3 als Partei vernommenen Beklagten, die sich mit dem Testament vom 7» Dezember 1931 befaßt, auseinandergosetzt hat» Das Berufungsgericht sieht nämlich die vom Beklagten vorgolegten Schriftstücko, insbesondere das hier maßgebliche vom 6„ März 1934* ausdrücklich als Testament sab Schriften an; daß aber vor allem diese Testanento-abschrift vom 60 März 1934 dio Schrift und dio Unterschrift des Erblassers selbst ausweiot, also von ihm "urschriftlich11 herrührt, hat der Prozeßbevollmüchtigtc der Klägerin im lotsten mündlichen Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht am 27o März 1963 30gar anerkannt, wie die Niederschrift übor diese Sitzung ausv/eist» Im übrigen enthält auch der unstreitige Bachverhalt des Borufungsurteils wiederholt dio Bemerkungen, daß die vom Beklagten vorgolegten erwähnten Schriftstücke "von Anfang bis zu Ende vom Erblasser geschrieben sind" (BU S« 3 und 6), ohne daß insoweit ein Antrag auf Tatbestandsberichtigung gestellt worden ist» durch das spätero vom 60 Uärz 1934 überholte Testament vom 7o Dezember 1931 enthalten haben solle, nicht mehr ankomneo Die zun Teil umfangreichen Ausführungen der Revision gegen dio Feststellungen des Berufungsgerichts, es sei eino Urschrift des Testamentes vom 6» Kürz 1934 errichtet und dieses Testament später vom Erblasser nicht widerrufen worden, liegen im wesentlichen auf dom Gebiet der tatrichtor-lichen Bcweiowürdigung, wobei die Revision in dor Hauptsache bestimmte Umstände lediglich anders - als vom Tatrichter geschehen - gewürdigt wissen will« Entgegen der Meinung dor Revision brauchte das Berufungsgericht nicht ausdrücklich festzustellen, daß dio Witwe Maria Hein anläßlich ihres Antrages auf Erteilung eines gemeinschaftlichen Erbscheine im Jahre 1945 hinsichtlich de3 Vorhandenseins von Testamenten otwas Falsches an Eides Statt versichert hat« Es kann verfahrensrechtlich nicht beanstandet werden, wenn das Oberland ösgericht diese eidesstattliche Versicherung dahin würdigt, daß damit jedenfalls ein tatsächliches Vorhandensein von Testamenten nicht zwingend ausgeschlossen und oin Widerruf dor früheren Testamente nicht angenommen werden könnte» Allein aus der Tatsache, daß ein Erblasser zeitlich hintereinander mehrere, inhaltlich fast gleiche Testamente errichtet hat, kann auch niemals zwingend etwas gegen dio Existenz oder Gültigkeit dieser Testamente horgelcitct werden» Wenn hier der Tatrichtcr dio Umstände, daß der seit Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten lebende Beklagte dio Testamentes erst so spät, d«,h0 etwa 19 - 22 Jahre nach dem während des Krieges im Jahre 1940 erfolgten Tode seines Vators, vorgelegt hat, und hei - unterstellter - Kenntnis von dom (unrichtigen) gemeinschaftlichen Erbschoin vom 4« November 1945 sow io von einem Auszug dos (unrichtigen) Grundbuches aus den Jahre 1949 in der Folgezeit zunächst lange geschwiegen hat, in der Richtung gewürdigt hat, daß hieraus auf ein Jichtvorhandensoin der Testamente nicht geschlossen werdon könnte, so zeigt auch dios keine in der Revisionsinstanz beachtliche Rechtsfehler« Mithin sind die tatrichterlichen Feststellungen, daß der Erblasser oin Testament, das der vom Beklagten vorgo-legten Testanontsabschrift vom 6« März 1954 entspreche und mit dom der Beklagte als Alloinerbo eingesetzt worden sei, sowie daß der Erblasser bis zu seinem Tode dieses Testament nicht widerrufen habe, rechtsbedenkenfrei zustar.degekommeno 3o Auch das Ergebnis des Berufungsgericht, daß der Beklagte seinen Brbochaftsanspruch (und damit seinen früheren Anspruch auf Berichtigung dos Grundbuches vor seiner Eintragung als Alleinoigentümer der Grundstücke) nicht verwirkt habe, ist richtig« Insoweit stellt das Berufungsgericht fest, daß der Beklagte in der Vergangenheit jedenfalls nicht durch bestimmte Handlungen zu verstehen gegeben habe, daß er seinen Erbschaftsanspruch nicht mehr verfolgen werde« Vielmehr habe er sich während der ganzen Zeit (seit dem Tode des Erblassers) insoweit lediglich untätig verhalten» Daraus allein hätte die Klägerin und ihre Rechtsvorgängerin - 3olbot wonn man eine Kenntnis des Beklagten von der Existenz des (unrichtigen) gemeinschaftlichen Erbscheins vom 4. Da das Berufungsgericht bei seiner Würdigung zu diesem Punkt eino Kenntnis dos Beklagten von der Brtoilung dos gemeinschaftlichen Erbschoins vom 4» November 1945 und einer diesom entsprechenden (unrichtigen) Berichtigung des Grundbuches cm 5« Juli 1946, daß er also nur als Miteigentümer zu 3/4 an den Grundstücken im Grundbuch eingetragen war, unterstellt, brauchte entgegen der Meinung der Revision die darauf abzielenden Bcwoisantritto der Klägerin nicht erhoben zu worden» Selbst wenn, worauf die Revision abheben will, der Beklagto unter Hinweis auf sein Miteigentum von nur einem 3/4-Anteil an den Grundstücken Erklärungen in Bezug auf dieso Grundstücke, deren Belastungen sowie deren Verwaltung abgegeben hat, wie die Klägerin unter BeweiGantritt in dor Tatcachcninstanz vorgetragen hat und wovon somit in der Rovisionsinstanz auszugehen ist, so bleibt doch, daß bei verständiger Würdigung der besonderen Umstände dieses Palles und des Sachvortreges dor Parteien hierzu aus diesom Verhalten dos Beklagten nicht unbedingt oder zweifelsfrei auf ein Nichtgoltondmachon seines Erbschaftsanspruchs geschlossen werden konnte» Es kommt entscheidend hinzu, daß I» Den von der Klägerin hilfsweiso geltend gemachten Feststollungsan3pruch hinsichtlich ihres Pflichttoilcrcchts hält das Qberlandesgericht für unbegründet, weil der Pflicht toilsanopruch der Witwe Maria der auf dio Klägerin als ihro Alloinorbin übergegangon sei, beroits seit dem Jahre 1944 verjährt soi, mithin die vom Beklagten erhobono Ver-jührungocinrcdo durchgreife«, gesetzt worden sei, gekannt habe* Da der Pflichttcilsan-spruch nach § 2332 BGB in drei Jahren verjähre von dem Zeitpunkt an, in dem der Berechtigte vom Eintritt des Erbfalles und dor ihn benachteiligenden Verfügung Kenntnis erlangt habe, und dio Witwe Maria die erforderliche Konntnis mit dem Tode des Erblassers besessen habo, sei ihr Iflicht-teiloanspruch bereits seit dem Jahro 1944 verjährt» 2» Dio Rüge dor Revision, daß dem Berufungsgericht ausreichende Unterlagen für dio Feststellung der Kenntnis der Witwe Maria H#P von dem sie benachteiligenden Testament vom 6„ März 1934 nicht zur Verfügung gestanden hätten und der Tatrichtor in diesem Zusammenhang den Sachvortrag der Klägerin nicht erschöpfend gewürdigt habo, ist unbegründet» Donn das Obcrlandesgericht hat zwar in äußerst knapper Form, aber durch dio Bezugnahme auf soino Würdigung aller Umstände des Falles im Zusammenhang mit dor Frage, ob ein Testament, das dem von Beklagten vorgelegten Schriftstück vom 6» März 1934 entspricht, in Urschrift errichtet worden sei, ausreichende Unterlagen für soino tatrichterliehe Überzeugung von der erforderlichen Kenntnis der V/itwo Maria KMI von dieoom Testament dargetan• Insbesondere hat das Berufungsgericht hierbei hervorgeh oben, daß dio V/itwo llaria HOl in diesem Testament vom 6» März 1934, obenso wie auch in dem vom 7» Dezember 1931, nach seiner Überzeugung Gelbst Verfügungen getroffen habo und - so stellt der Tatrichter in Würdigung der von ihm durchgeführten Beweisaufnahme fest - spütor vor allem selbst erklärt habe, daß die Häuser dem Beklagten gehörten und sio nur einen Nießbrauch habo, mithin den Inhalt dieser Testamente richtig wiedergegebon habe» Wenn das Berufungsgericht aus diesen Umständen zu seiner Überzeugung gefolgert hat, die Witwe Maria HOBI habe das Testament vom In erster Linie hat sich das Oberlandesgericht nicht mit der Frage auseinand ergesetzt, ob und inwieweit die nach dem bisher festgsstellten Sachverhalt grundsätzlich mit dem Tode des Erblassers am 29« März 1940 für die pflichtteils-berechtigto Witwe Maria beginnende Verjährung ihros Pflichttoilsanspruchs gemäß § 203 BGB gehemmt war, weil der Beklagte als Schuldner des Pflichtteilsanspruchs seinen Wohnsitz und Aufenthaltsort in den Vex-einigton Staaten hatte und das Uoutscho Reich sich mit diesem Land seit Anfang Dezember 1941 im Kriegszustand befand« Außerdem bestanden aus Anlaß des letzten Krieges für dieso Zeit und auch für dio Nachkriegszeit verschiedene Vorschriften ganz allgemeiner Natur über dio Verjäbrungohemmung5 insbesondere bestimmt § 2 Abo« 1 des Bundesgesetzes vom 30« März 1951 (BGBl I, 213), daß ein der devisonrechtliehen oder alliierten Genehmigung unterliegender bürgerlichrechtlicher Anspruch auf alle Fälle nicht vor dom Ende des Jahres 1951 verjährt« nur die Annohmo der dom Beklagten angefallenen fcopQJpton Ortschaft durch diesen sein, weil nur erst die Annahme auch des letzten Viertels der Erbschaft, für das zunächst die Y/itwe Maria HflBI als Ortin laut Erbschein ausgov/ieson war, einen Pflichtteilsanspruch akut worden lasson konnte« Biese Annahme der Ortschaft im ganzen kann nach dem bisherigen unstreitigen Sachverhalt hior - selbst wenn man zugunsten des Beklagten davon ausgeht, daß dio auf das frühere Testament von 7« Dezember 1931 als Borufungsgrund gestützte Annahmo der gesamten Ortschaft in gleicher Y/eioo auch für den Borufungsgrund aus dem jetzt für allein maßgeblich anzusohen-don Testament vom 6« März 1934 gilt - frühestens in der Orb-schoinsverhandlung vom 9« Mai I960 in Minneapolis, Minnesota, USA (vgl» die zu dem Gegenstand dor mündlichon Verhandlung gemachten Akten 27 VI 1436-38/60 dos Amtsgerichts Wuppertal) mit dem darin enthaltenen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins durch den Beklagten gesehen werden (vgl« BGB KGAK 11« Aufl. Zwar ist der Feststollungsanspruch der Klägerin wogen dos Bestehens eines Pflichtteilsanspruchs ausdrücklich hilfsweisc erst mit dem Schriftsatz der Klägerin vom 29« September 1961 gerichtlich geltend gemacht« Jedoch bestehen hier keine grundsätzlichen Bedenken dagegen, schon in der am 16« August i960 bei Gericht eingercichtcn und dem Prozeß-bevollmächtigten des Beklagten am 10« Oktober I960 zugo-steilten Hauptklcge, mit der ein auf dio Klägerin als Erbin der '.Yitwe Maria Hflfc übergegangeno Erbscliaftsanspruch auf Einräumung eines 1/4 Kiteigentumsantoils an den Grundstücken des Erblassers geltend gemacht worden ist, zugleich das jedenfalls hilfsweisc Geltcndmachen des rflichttcilsan-spruchs zu sehen, worauf die Klägerin übrigens bereits in ihrer Bcrufungsbcgründung von 3« Marz 1961 Beite 9 ver- wieson hato Denn dieser Pflichttoilsanspruch ist das Mindere gegenüber dem ausdrücklich, klagewoisc erhobenen iirbschafts-anspruch, sein Bestehen hängt von der Frage der Berechtigung oder Nichtberechtigung des Erbschaftsanspruchs ab und weiterhin ergibt sich hier seino Schlüssigkeit ohne weiteres aus dem Klagevortrag für den Fall, daß der Erbschaftsan-spruch selbst nicht bestehen sollte* Nach den bisher festgestellten Sachverhalt und Vortrag der Parteien bedeutet dies: Auch wenn dio Verjährung doö auf die Klägerin im Erbgang nach § 2317 Abs«, 2 3GB übergegangenen iflichttoilsanopruchs in der Person der berechtigten Viitv/o Maria Hein schon mit dem 29« März 1940 zu lauf on begonnen hat (§ 2332 BGB) und die einmal begonnene Verjährung in dor Person der Klägerin als Hechtsnachfolgerin der V/itwo Llaria Hein weitergelaufen ist (Palandt, BGB 23« Aufl* § 221 Ann« 1), so konnte die Verjährung jedenfalls nach $ 207 BGB nicht vor dem 9« November I960 (sechs Monate nach Annahme der gesamten Erbschaft durch den Beklagten) ablaufen* Demnach kann der hilfsweise geltend gemachte Feststellungsanspruch mit der vom Berufungsgericht gegebenen Begründung nicht abgewiesen werden« Auf der andoren Seite ist dom Eevisionsge-richt eino abschließende Sachentscheidung über den Foststel-lungsanspruch verwehrt, da das Oberlandeogericht - von seinem Standpunkt aus folgerichtig - in eine sachliche Erörterung dieses Anspruchs nicht eingetreten ist und auch hierzu erforderliche Feststellungen nicht getroffen hat« Das hat zur Folge, daß auf die Revision der Klägerin das Berufungsurteil in diesem Punkt und in seiner Kostonentschoi-dung aufgehoben und die Sache in diesem Umfang an da3 Berufungsgericht zuriickverwiesen worden muß, insbesondere zur Entscheidung über dio vom Beklagten behauptete Verrechr.ung eines eventuellen Anspruchs der Klägerin mit Gcgenforderungon