Für das Rac 1:3ch 1 agay;er3c! Für die:;Amtliche Sammlun
" Ic;' Gesetzt-
Eechtsrjatzs
20 Gesetze Eechtssatzt
Sammlung:-'!
-■ Baulandbeschaffüngsgesetz;-:drpirh:3.h August 19t5 § 10; Freundschafts-? Handelsund Bchi~fahr1:0Ter■J^ag z•v7.isclien der Bundesrepublik Bciitschland, und den Vereinigten Staaten von Amerika rein 29Oktober 1954 (BGBl J.95S II 488) Art,- V Aos= 1
, Wenn im Baulandbescdiaff ungsverf alircn Gründeigentumn von SraatsVirgern der USA in insprucii genommen wird ■ dann: xi eilt et si oh die Ent Schädigung nicht nach § 10 BaulBeschG, sondern nach den Bestimmungen des Art* Ab Sc 4 des Freundscliaf tsvertrages,
Baulandbeschaffung sge setz vom 3« August 1953 § 43:u
Eine Vorlage an den Bundesgerichtshof ist nur! wegen solcher Reclitsf ragen von grundsätzlicher Bedeutung . zulässigy die;sich;bei der Aus1egung yon Bestimmun-geh des. Baulandbe Schaffungsgesetzes selbst ergeben.-.
LG Berlin KG Berlin
Ill za lit/5'7
Verkündet : :
. Itv Protokoll am 19 o Do zombor 1957 Fieser?. Just «Angcst ,• 7 als Urkundsbeamtcr der G e schäfts s t e lie;/::;:::;!
B_ e_ s_ c_h_ InÜ^ J3
In der Baulandbeschaffungosache ;
beti'o das Grundstück Berlin Ftf 87? .Lessingstraße 7?
Bprfceh;/!: ..7.7
l) S ■ . und B " 71. r _ 'j-jbeide^ West End kve*>
I; /Ac17:? hew York :> Jii' /t-y./
■71- Eigentümer, Antragsteller ;-auf gerientliehe Entsehei~ ;;:..c^.;vh^d^ng;'i;und^ Eeyisibnsführer;;'-;
P r o z e .3 b e v o lima chi i g t e r ? , lie c h t sanv/al t Prof« Dr«
vertreten durch, den' Senator für Finanzen,
// ■ Enteignühgsbe;günstigte/-;;7
Prozoßbevollmäehtig ter t Recht sanv/al-, Dr« , '
.3;// Baulahdb e s chaf f uhgsamt/BerlinY;^
Ber 1 in~\7ilmer s d o r f, Wür1fembergisehe Str 0 6-10 , 7 w ; ■;
- Ent'cignungcbehorde v '/v;/ ;'7,'7;,,7/;/'. //./7'/ /;-
©71W "’'‘ "" ' f-I’' ' str 1 ' 7 4
... • - Gläubiger .dery.Eypo.thek' 7111. 18,7 Pf ahdgläubiger der 7 Sicherungshypothek III 19
5) S L geh« G: " if K ; E - str«; v
- Gläubigerin der Hypothek III 18 , Pfandgläubigerin’ c
.■AiderSicherungchypothek III 19 T.,77;:7'; ■ c-v,; / : >7-- ':
6) Diplomlandv/irt; E E 7, G
bei Osnabrück., 7 7 ■ :7 '7;- 7 v";.7 iff 7; ■'■■■V'f.
~ Gläubiger der Sicherungshypothek' III 19 -
7) P H bank (Actiengesellschaft) ;B( -
0 H< str«:; 77 1.7 '7 7v7 7:.:/.7
-als beauftragte Stelle gemäß § 1J9-LAG; -7 ' ■ ■ V; "
hat. der III, Zivilsenatydes,'Bundesgerichtshofs auf die münd liehe Verbandlung7yokv.9* Dezember 1957 unter'5Mitwirkung des
Senatspräoidenten ProfessortprGeiger sowie der Bundesrich-ter ;:DrPagendarm ? Bin Weber, Dm Kreft und Drc Hußlsc! .y?c
'beschlossene
Die Vorlage ist unzulässig.»
l? b
Die Revisionsführer sind in ungeteilter Erbengemeinschaft Eigentümer des im ilansaviertei der Stadt Berlin: gelegenen Trümmergrundstücks Li str (Größe etwa 1000 q.m) v
Die Stadt Berlin betreibt den Wiederaufbau des weitgehend kriegszerstör ten Hansavierteis nach einem einhcitli- : ohen Plärr, D.i.escr Plan sieht die Errichtung .einer öffentlichen Bücherei auf dem Grundstück der Eigentümer vom Der freihändige’ Erwerb des - Grund stück,'; 'der Revisions führer sehei leite daran, daß Berlin nur 38 IM pro Quadre-tmeter zahlen
WÖL^^iifdieyBigentümerbabem
Sta&tiBerl^ 'die;^ Enteignungidest Grundstücks nach
den Vorschriften:desBaulandbeschaf fungsgesetzes beantragt
Das’ Baulandbeschaffungsamt Berlin als Enteignungsbehörde: hat dem ;Enteignungsantrag stattgegeben und die Enteig-nungsentschädigung nach einem Quadratmeterpreis von 42 DM
festgesetzte Mit • ihrem. Antrag auf-, gerichtliche Entscheidung begehrten die Eigentümer die-^Festsetzung riner Enteignungs-, entschäaigung von 10Ö- DM pro•Quadratmeter„ ■
’l: äi^tcDasd Landgericht .ijiätydem..^^
Scheidung nach Durchführung’ einer Beweisaufnahme zurückge- ' ■vie,sen und dies damit begründet, daß der gemeine Wert das " pnleigne;!^ s -y ede.hf äll's;( ni chtühÖh
{'festgesetzte Entschädigung g ;: ' {{■ i{;
;Mit ihrer gegen dieses Urteil eingelegten Revision erstreben die Eigentümer weiterhin die Festsetzung der Ent",;: eignungscntschädigung auf der Grundlage eines Quadratmeter-- ; ; Preises ven ICO DLL Sie Stadt Berlin als I&reignur.gshegün~ stigte es an tragt die Zurüekv/oi sung der llevis ihn
Lp i’ Das..Kumnergericht hat die Revision mit der Begründung ? daß die Bcrechnungsv/eise des gemeinen 7/ertes eine : Rechtsfrage' von grundsätzlicheruBedeutung ; seip ;gemäß § 43 Abs* 4 BaulBoschG den Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt „ Die Voi’aussetzungen dieser Bestimmung sind jedoch nicht, gegeben 1 PvlPpl^^
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{bpf; pp;pDas/EaiTimergerächt {geh
/.und die. Enteignungsbehörde - davon aus. daß die Höhe der. ■ Entschäuigunginach- § 10 BaulBeschG- zu berechnen seiftfP^
-die pvprlie^ piff iPdionpe^ Da die
{ Eigentümer nach ihrem unwidersprochenen Vorsrag amerikani-{ sehe'{Staatsbürger{'{sindp;; greift hier die Bestimmung über die Bemessung der inteignungsentschädigung'aus dem Preandschefts~ Hardels- uni.Schiffahrtsveftrag ven 29o Oktober 1934 mit den {Vereinigten Fitaasen von {Amerika5 (BGBl ;1956;b;ID:-:{48B)Le
Der erwähnte Preundscheftsvertrag mit den USA gilt gemäß Arte XXVI Aba.. 2 auch in Land Berlin!- Mit Wirkung»vom LuL Juli 1956 ist er nicht nur in der Bundesrepublik (vglp
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^Bekanntmachung vom 26, Juni 1956 BC-Bl II 763)? sondern.auch in Lend Berlin in Kraft getreten,, wie sich aus;.der 17., Be-. kaiintmaciiung * des Berliner/Senators; für Bundesangelegenheiten über das Inkrafttreten von; internationalen.Verträgen -
.... . Uv . . ■ ■ ■■■ ' ■ ‘ ■ ' V-. ■ , .. .■ ;
vom 24o Mai 1957 (GVB1 Berlin 1957,.52.2) unter Ziff, 8 ergibt c Diese Bekanntmachung setzt vorausy daß di© für die ;.
.7 Gültigkeit im Gellet des Landes Berlin gemäßi;Ärt>': XXVI Abs-, ; 11 7 3;- des /Vertrages vergesehenö/Erklärung /der Bundesr e gierungl;.-.1 bereits abgegebenwar» Daß dies tatsächlich geschehen war j, gebt aus dem Erlaß des Bundesarbeitsministers vom 26Ok-7 tob er 1957 ~ Bundesärbeitsblatt 1957? 740 - hervor.,
.7 Durch; di e' Rat if ilcätionsgeselzei des/ deutschengGe se t z-!S 3 : geb er s - Bundes ge so t z vom :;7l 7 Mai 1956 7 (BGBl II 487) und Berliner Gesetz vom 4 c Oktober 1956 Arte l'Zifil 1 (GVB1 1067) -ist der Inhalt des Ereandschaftsvertrages mit den Vereinigten Staaten innerstaatliches Recht geworden und mit dem Inkra.lt- .
■ treten des Vertrages (14c Juli 1956) zur vollen Wirksamkeit 7 :gelangte In Art= V Abs« 4 dieses Vertrages sind die näheren ; Einzelheiten darüber enthalten; wann und unter welchen Be-7 dingurigen im Gcbiet . des;/ einen Vertragstaates Eigentumeines r Staatsangehörigen des. anderen Vertragsstaates enteignet worden darf* Uber die Bemessung der Enteignungsentschädigung 7i hei ßi'7; e s dort v;ört 1 ich § .Di e' Ent S chädigung muß dom Wert, de s ' entzogener: Eigentums ent sprechen- ,oo"„ Wach Lage, der Dinge -- kann-dies nur bedeuten,, daß der volle-Wert :des entzogenen 7 Gegenstandes zu ersetzen 'ist« Zwar vürdevaer zitierte Satz möglicherweise auch, die Auslegung zulassen, .die Entschädi- ; -•7:gung müsse dem Wert: des entzogenen Eigentums nur i1 irgendwie"/ ■:
■..737'... - 7; 77777 ; 7-. 7--;. v 77 '7-V..777 77':-'. 7;'7'e:7 7::w7 77 EVI. -e.' '7-7 .y ' <.,':77:-':-
entsprechen., müsse also, in einem'/bestimmten, Verhältnis zu dem - a Wert, stehen« 70ie: englische -Rassung des ,Textes (Such cornpen-
7 ''i 1 7 7 w:';w77.' 7 ;. m73 _.73 ' 77,- ,77.' 7 7g7t/7.7 • 7v.:'w 1 77-'
nation shall represent the equivalent. 01 ;the property taken) ,
schließt jedoch joden Zweifel ausdaß/an etwas anderes als
an den tatsächlichen Gegenwert des entzogenen Eigentums im
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Zeitpunkt der-Enteignung gedacht gewesen wärec
7777/ ■■■..:> ->Die7Zubilligüng;;:;des7VO.lieh.7We^r chcrweiso nicht mit der Regelung;, die das Baulandboschaflungs-.7gesetZ':'-in7§ /lOlAb's77;i7.und;v:23^ür7;di#lE'esise’t^ nungsentschädigung vorsieht. Nach § .10 AbSc 1 Satz -2 Baul- ' /7/Be s chG: - s ind:I z '0 B 71 We r t e l’HöH^geng/di ql das gzul eh 7I;■ ; 77;#.
Grundstück seit dem 17c Oktober' 1936 durch eine Änderung der Nutzung erfahren hat, regelmäßig nicht au berücksichtigen» wobei hier '.'im erÖrtert: bleiben kann'.; ob und inwieweit diese Regelung etwa', gegen ■ den ir:i Grundgesetz verbürgten Figeiitums--s chut z ■ verstößt, Mi t dor Knts chädigungsf o'rmel de s> kr eü3lä-r:Öt ■: schaf tsvertrages /wäre eine; 'derartige?Kurzüngl vereinbar0■ Boi. dieser Verschiedenheit der Fntschädigungs-' 'ori:ieln komm t 1 ru Konkurrenz^all die Bemessung nach des ^ ./ Preundschaf t svertrag zu dem = Zuge 5 :: denn der Freund schafts vertrag mit den USA ist einmal das spätere Gesetz, und er regelt im 'übrigen auch den sp ozie Heren Bachverhalt näml:i cht:-;;.: s owe it: / 1 es sich um die Anwendung' deutschen Rechtes handelt - nur;den Pall; :der.;!Pnteignung ainerikahiseher" Staatsblirger in/ Deutsch^ ■ ".'Igndi; Wird• daher amerikanischesIGrÜndöigentum^inhheutschla.hd; ‘ nach Uetn.JBaulsndbeschaffpngsgesetz intAnspruch ;gehömmenh It h dann ist die Zntsehädiguhg hieht nach § 10 Absc 1 und 2 Bau.13csc.hG- fcstzusotzen; sic richtet sich vielmehr nach den Bestimmungen des Freundschaftsvertrages... ,/l
V; ' hih. .j'v h;.: ' . • < .y -."-/'_• . :- ' • -r V
,7; 1 i' Die Vorlage der Revision an den 'Bundesgcrichtshof ist :: nach ; § 43 -Abs 1 '4: :BaulBosehd; nur zülässigthüann d'das; Öberla^ desgericht bei der Auslegung einer Bestimmung- dieses G-e.net-7 zes eine-Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu ent-, :scheiden”,hat^ Diese Voraussetzungen 'liegen■hier nicht vors Im vorliegenden Falle ist die Inteignungspntsciiädigung ge- . rade nicht nach dem Bauiandbeschaffungsgesetz? sondern nach tUeh Bestimmungen:destFreundschaf^'tsvortra^eh;. mit zusetzenl Der Auffassung,, daß die Vorlage an den Bundesgerichtshof auch-dann 'schon zulässig sei, wenn'im Verfahren, nach dem Baulandboschaffungsgesotz überhaupt.eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden ist (vgl* Di 11 us -Zinkahn / h nni 1 h-3'/; au § iA 3 BaulBc sc hü) \ ?//; Wo r itägf d er 1 Senat // / 'nie ht: zu f 9 lg en c Der klare Wortlaut des .Ge set des yp.ä er ///von //u/ t der Auslegung einer Bestirnmung.dieses Gesetzes spricht y.c,u
ig:
stellt dagegen, Eine dem Wortlaut entsprechende.Begrenzung der Vor lag emö gl i c hlc e i t führt zwar d az u y daß Re clit sfragen 13^4; anderer als baulandb.es chaffungsrechtlieher Art in Verfahren, nach idem Baulandbeschaffungsgeseüz nicht; an den Bundosge-richtshof gebracht werden können» Eine derartige T'olge entspricht jedoch der Absicht des Gesetzgebers, das Verfahren nach dem Baulandbescbaffungsgcsctz möglichst zu beschleu-: nigon» Zu diesem Zv’ocko sind nicht nur die'sonst üblichen -Ihristenwesentlich verkürzt .(§§ 32 Absc 2 und 43 Abs» 3 BaulBeschG) y sondern ist auch der Rechtsmittelv;eg dadurch eingeschränkt worden y. daß -’grundsätzlich die .Oberlandes-gerichtc zü Revisionsgerichten und; idainit zuiv lotztentschei- ; deaden Stelle; gemacht .worden sind » Auf eine: einheitliche Auslegung des Baulandbeschaffungsgesetzos hat der Gecetz-g e b e r zwar nie h t'f v erzieht en lv;o 1 len» Bat sie anders nicht zu erreiclien war y hat yer>die Yoriagemöglichkeit an den Bundes-gerichtshof <■ trotz yüer :üamitSYerbundencn
führt« Es kann aber nicht angenommen werdenr daß der Gedanke r auch sonstige E0chtsfragen vor. grundsätzlicher Bedeu- v tung könnten zufällig im Verfahren nach dem Baulandbeschaf->.• f ungsgesei z:auf |re ten yyRchy Gesetzgeber ybewög enthalt Vorlage;an c.en Bundesgerichtshof zu ermöglichen» Für einen.' so 1 chen Sachverhalt könnte sich der Ges o t zgeb ei*- zur • Ver- yyV v/irkiiehung der von ihm gewollten Beschleunigung des. Ver-fahrens der nicht unbegründeten Erwartung.hingeben5 daß fürfdi e -Er z i e lungi 0 iner oinhe it liehen Recht sprechung auf sonstigen Reohtsgebieten die normalen Verfahrensarten aus- < reichende Gelegenheit.gebenwürden«/ v ;
Die Vorlage ist sonach unzulässig«
u - Die im Verfahren vor:dem Bundesgerichtshof; entstandenen Kosten sind ein Teil der Kostendes Revisionsrechts-
zuges/. üb er; die; das ':;Kaiiiinergeri>ch't:..;nacli' Abschluß der Hcvi sionsinstänz zu -entscheiden ;liatc . t:i:iibiibh