BGH · III ZR 128/93 vom 14.07.1994
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Engelhardt, Dr. Werp, Dr. Wurm, Dr. Deppert und Schlick am 14. Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Das Berufungsgericht hat zu Recht entschieden, daß die von der Beklagten erhobene prozeßhindernde Einrede des Schiedsvertrages durchgreift (§ 1027 a ZPO). Die Abgrenzungskriterien zwischen Schiedsvertrag und Schiedsgutachtervertrag hat das Berufungsgericht - wie auch die Revision anerkennt - zutreffend aufgezeigt. Die Auslegung des Berufungsgerichts, mit den Begriffen "Vertreter" und "Parteivertreter" in der "Schiedsgutachtervereinbarung" seien (lediglich) die von jeder Partei nach § 1028 ZPO zu ernennenden Schiedsrichter und nicht etwa in ihrer Unabhängigkeit beeinträchtigte gesetzliche oder sonstige Stellvertreter der jeweiligen Partei gemeint, ist vertretbar und sogar sehr naheliegend. insbesondere § 192 Abs.3 Satz 1 Halbsatz 2 BauGB: die Mitglieder des Gutachterausschusses dürfen nicht hauptamtlich mit der Verwaltung der Grundstücke, für deren Bereich der Gutachterausschuß gebildet ist, befaßt sein) nimmt der Vorsitzende bei der hier in Rede stehenden Ernennung des Obmanns des Schiedsgerichts eine ähnliche Funktion wahr, wie das Gericht im Falle des § 1031 Satz 2 ZPO. Um so mehr gilt dies im vorliegenden Fall, da der Gutachterausschuß einer Behörde - dem Senator für Bau- und Wohnungswesen - zugeordnet ist, die an dem hier in Rede stehenden Verfahren nicht beteiligt oder sonst interessiert ist. In diesem Sinne hat der Senat (zu § 139 Abs.4 Satz 3 BBauG 1976) bereits entschieden, daß die Zugehörigkeit eines Beamten zu einer nicht beteiligten Fachverwaltung dessen Unabhängigkeit bei der Mitwirkung im Gutachterausschuß nicht beeinträchtigt (Beschluß vom 21. Das Berufungsgericht hat ferner zutreffend entschieden, daß das Erhöhungsverlangen des Klägers auch insoweit der Beurteilung des Schiedsgerichts unterfällt, als es auf