BGH · III ZR 128/85 vom 27.05.1986
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Boujong, Dr. Halstenberg und Dr. Rinne am 27. Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 1. 1. Das Berufungsgericht hat die fristlose Kreditkündigung und die sofortige Zwangsvollstreckung nicht als schuldhafte Pflichtverletzung der Beklagten gewertet. Dagegen macht die Revision geltend, das Vorbringen der Klägerin sei in vielfacher Hinsicht nicht vollständig berücksichtigt und rechtlich falsch gewürdigt worden. Auch wenn man vom Vorbringen der Klägerin ausgeht, lagen die Voraussetzungen des § 138 BGB nicht vor. Der Beklagten kann jedoch nicht vorgeworfen werden, sie habe diese Notlage durch ihre Forderung nach einer Verzichtsklausel in sittenwidriger Weise ausgenutzt. März 1981 verlangte von der Beklagten selbst den Verzicht auf Ansprüche in Höhe von 6 Millionen DM, die sonst, gerade wenn man von dem Klägervorbringen über eine vollständige dingliche Sicherung ausgeht, durchaus noch durchsetzbar gewesen wären. der Bewertung nicht einseitig auf die Anspruchsvorstellungen K's und der Klägerin abgestellt werden; zu berücksichtigen ist vielmehr, daß einer Durchsetzung dieser Ansprüche - damals wie heute - erhebliche Schwierigkeiten entgegenstanden und -stehen. Wie der bisherige Prozeßverlauf und gerade auch die Revisionsbegründung zeigen, wirft nicht nur die Aufklärung der streitigen Tatsachen, sondern schon die rechtliche Bewertung des eigenen Vorbringens der Klägerin grundsätzliche Probleme auf, mit deren Lösung zu seinen Gunsten K. Wenn er sich damals entschlossen hat, nicht eine Durchsetzung dieser Schadensersatzansprüche zu versuchen, sondern, um den Bestand seiner Firmengruppe zu sichern, die Mitwirkung der Beklagten am Sanierungsvergleich mit einem Verzicht auf seine zweifelhaften Schadensersatzansprüche zu erkaufen, so ist diese Entscheidung bindend.