BGH · III ZR 122/85 vom 22.04.1986
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Boujong, Dr. Halstenberg, Dr. Werp und Dr. Rinne am 22. Im übrigen begibt sich die Revision, soweit sie Bedenken gegen die Zeugenaussage KHH|i erhebt, auf das ihr verschlossene Gebiet der tatrichterlichen Würdigung. Mit Recht hat das Berufungsgericht die Auffassung des Beklagten abgelehnt, die Klägerin sei - auch ohne eine entsprechende ausdrückliche Zusage ihres Vertreters Karcisky -aufgrund ihrer allgemeinen bankvertraglichen Fürsorge- und Treuepflicht gegenüber dem Beklagten gehalten gewesen, ihm ihre Absicht weiterer Kreditgewährung an seine Ehefrau vorher mitzuteilen, damit er sich einen Vorrang zur Befriedigung seiner eigenen Ansprüche aus deren Grundstück hätte verschaffen können. Aus § 2b2 BGB ergab sich keine Verpflichtung der Klägerin, in solcher Weise den Interessen des Beklagten ihre eigenen Interessen und die seiner Ehefrau unterzuordnen. 3. Ohne Aussicht auf Erfolg ist auch die Rüge der Revision, das Berufungsgericht habe dem Beklagten gemäß § 139 ZPO in der letzten mündlichen Verhandlung Gelegenheit geben müssen, gegenüber der Zinsforderung geltend zu machen, daß die Debetzinsen der Geldinstitute inzwischen erheblich gesunken seien. Danach den Beklagten zu weiterem Vorbringen und eigenen Beweisantritten zu veranlassen, war nicht Aufgabe des Gerichts.