BGH · III ZB 23/91 vom 17.10.1991
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn sowie die Richter Dr. Engelhardt, Dr. Werp, Dr. Rinne und Dr. Wurm am 17. Die sofortige Beschwerde der Beteiligten zu 1 gegen den Beschluß des Senats für Baulandsachen des Oberlandesgerichts Köln vom 2. Gründe Die sofortige Beschwerde, mit der sich die Beteiligte zu 1 gegen die Zurückweisung ihres Wiedereinsetzungsgesuchs und die Verwerfung ihrer Berufung als unzulässig wendet, hat keinen Erfolg. Nach der Darstellung der Beteiligten zu 1 beruht die Versäumung der Berufungsfrist darauf, daß ihre erstinstanzliche Verfahrensbevollmächtigte, Rechtsanwältin es auftragswidrig unterlassen habe, den als zweitinstanzlichen Verfahrensbevollmächtigten in Aussicht genommenen Rechtsanwalt von im Namen der Beteiligten zu 1 mit der Einlegung der Berufung zu beauftragen. Die zu den Akten gereichten Schreiben der Rechtsanwältin an die Beteiligte zu 1 enthalten ebenfalls keinen Hinweis auf die Erteilung eines solchen Auftrages. Unter diesen Umständen ist das Berufungsgericht zutreffend zu dem Schluß gelangt, die Beteiligte zu 1 habe nicht glaubhaft gemacht, daß sie ohne ihr Verschulden verhindert gewesen sei, die Frist zur Einlegung der Berufung einzuhalten (§ 233 ZPO). Auf die Frage, ob ein Verschulden der Rechtsanwältin der Beteiligten zu 1 deswegen nicht gemäß § 85 Abs. 2 ZPO zuzurechnen sei, weil die Verfahrensbevollmächtigte das ihr erteilte Mandat mit Schreiben vom