BGH · III ZB 106/96 vom 24.10.1996
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Rinne und die Richter Dr. Wurm, Streck, Schlick und Dörr am 24. Die sofortige Beschwerde der Beklagten gegen den Beschluß des 11. Schon deshalb ist den Beklagten die beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu versagen (vgl. Nach Darstellung der Beklagten ist die Berufungsfrist versäumt worden, weil es anläßlich des zwischen der Sekretärin des Beklagten zu 2 und dem erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten geführten Telefonats offensichtlich zu einem Mißverständnis gekommen ist; die Sekretärin sei davon ausgegangen, daß sie diesen eindeutig aufgefordert habe, die Handakten an die Kanzlei der zweitinstanzlichen Anwälte zu schicken; der erstinstanzliche Anwalt wiederum habe das Gespräch dahin verstanden, daß bereits für eine (rechtzeitige) Einlegung der Berufung gesorgt und von ihm insoweit nichts mehr zu veranlassen sei. Hieran hat es bei diesem Gespräch ersichtlich gefehlt, wobei nicht auszuschließen ist, daß dies darauf zurückzuführen ist, daß der erstinstanzliche Prozeßbevollmächtigte die gebotene Klarstellung schuldhaft unterlassen hat. Ein Verschulden des beim Landgericht zugelassenen Anwalts ist den Beklagten nach § 85 Abs. 2 ZPO zuzurechnen, und zwar ungeachtet des Umstands, daß dieser mangels Postulationsfähigkeit nicht in der Lage war, die Berufung selbst einzulegen (§ 81 ZPO, vgl. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann den Beklagten auch deshalb nicht gewährt werden, weil die Wiedereinsetzungsfrist von zwei Wochen (§ 234 Abs. 1 ZPO) nicht gewahrt ist. Dies ist schon dann der Fall, wenn das Weiterbestehen des Hindernisses nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (st. Jede Partei ist verpflichtet, für den ordnungsgemäßen Fortgang eines schwebenden Verfahrens Sorge zu tragen (BGH, Beschluß vom 13. Februar 1996 Berufung einzulegen und diese binnen eines weiteren Monats zu begründen war; sie selbst sahen sich nach eigenem Vorbringen (erst) "gegen Ablauf der angenommenen Berufungsbegründungsfrist" zu einer Nachfrage bei den von ihnen vermeintlich bereits beauftragten zweitinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten veranlaßt. Da - bei vermutetem ordnungsgemäßen Verlauf der Dinge - die Berufung spätestens mit Ablauf des 25.