BGH · BLw 6/98 vom 10.09.1998
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Dezember 1997, wird auf Kosten der Antragsteller, die dem Antragsgegner die außergerichtlichen Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens zu erstatten haben, als unzulässig verworfen. Die Antragsteller sind die Kinder, der Antragsgegner ist ein Enkel der im September 1993 bzw. Die Antragstellerin zu 2 bezog zusammen mit ihrem Ehemann das alte Hofgebäude, wo sie bis 1975 wohnten, und betrieben bis 1967 in einem Teil der entsprechend umgestalteten Wirtschaftsgebäude sowie auf der Hoffläche, die überdacht wurde, die Herstellung von Tanks und Turbinenbehältern. Eine Abweichung wäre nur dann gegeben, wenn das Beschwerdegericht einen Rechtssatz aufgestellt hätte, der von einer die Entscheidung tragenden Rechtssatz eines anderen Gerichts abweicht. Rechtssätze, die nicht eine abstrakte Rechtsfrage beantworten, sondern auf den individuellen Sachverhalt zugeschnitten sind, scheiden in aller Regel, nämlich abgesehen von dem Fall der Gleichheit der Sachverhalte, zur Begründung einer Divergenz aus (vgl. Das Beschwerdegericht hat, zugeschnitten auf den von ihm festgestellten Sachverhalt, das Vorliegen einer geeigneten Hofstelle bejaht, weil "sämtliche Hofgebäude noch vorhanden waren und die Umbaumaßnahmen ihre Nutzung zu landwirtschaften Zwecken nicht dauernd unmöglich gemacht hätten", eine "endgültige Umwidmung der Hofstelle in Richtung auf eine gewerbliche Nutzung" von den Eltern sich nicht feststellen lasse und auch "die landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht langfristig verpachtet worden" seien. Januar 1953, V BLw 106/52 (RdL 1953, 109) abheben, die sich ebenfalls mit dem Umbau einer stillgelegten Hofstelle zu gewerblichen Zwecken befaßt, weist der Sachverhalt erhebliche Unterschiede auf.Nach sachverständiger Begutachtung hatten die Gebäude der Hofstelle durch Um-und Einbauten ihren Charakter als landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude nahezu ganz verloren, sie dienten nur noch gewerblichen Zwecken und ein Rückbau würde unverhältnismäßige Kosten verursacht haben. Im vorliegenden Fall war nach den Feststellungen des Amtsgerichts, die sich das Beschwerdegericht zu eigen macht, die gewerbliche Nutzung durch die Antragstellerin zu 2 und ihren Ehemann von vornherein nur eine kurzfristige Übergangslösung zur Überbrückung ihrer Notlage mit einem Teilumbau der Hofstelle, der nicht von der Absicht getragen war, eine endgültige gewerbliche Nutzung einzurichten. Mit Rücksicht auf einen fehlenden abstrakten Rechtssatz des Beschwerdegerichts zur Hof- oder HofStelleneigenschaft liegt schon deshalb auch eine Abweichung zur Senatsentscheidung BGHZ 84, 78 ff nicht vor. Der Senat hat in dieser Entscheidung im übrigen auch nur ausgesprochen, daß die Hofei-genschaft dann entfällt, wenn keine landwirtschaftliche Besitzung mehr vorhanden ist, und insoweit auf die wirtschaftliche Einheit abgestellt und zur tatrichterlichen Prüfung aufgegeben, ob die Betriebseinheit durch Verpachtung an mehrere Pächter aufgehoben worden sei, weil unter Umständen die Wiedervereinigung der Hofstelle mit dem gesamten Land nicht mehr erwartet werden könne (BGHZ aaO S. 6 Soweit die Rechtsbeschwerde der Antragsteller zu 1 und 2 auf weitere Entscheidungen eingeht, wird damit auch keine Abweichung im ausgeführten Sinn dargelegt. Sie entnimmt aus verschiedenen Entscheidungen des Bundesverfasungsgerichts und des Senats (AgrarR 1985, 12; 1982, 245; RdL 1953, 16 = BGHZ 8, 109; RdL 1965, 236) sowie des Oberlandesgerichts Celle (RdL 1965, 122) den Rechtssatz, ein Hof liege nur dann vor, wenn eine landwirtschaftliche Besitzung eine geeignete Hofstelle habe. Einen hiervon abweichenden Rechtssatz stellt das Beschwerdegericht nicht auf.Im Ansatz verfehlt ist auch die Rechtsbeschwerde der Antragsteller zu 1 und 2, soweit sie geltend macht, das Beschwerdegericht habe sie nicht mit einer Reihe von Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (RdL 1962, 179; RdL 1967, 13; RdL 1968, 178; FamRZ 95, 927) oder des Oberlandesgerichts Celle (RdL 1967, 41; 1965, 238) "auseinandergesetzt, die etwas anderes sagen". Die Abweichungsrechtsbeschwerde dient lediglich der Wahrung der Rechtseinheit und ist deshalb auf Fälle beschränkt, in denen das Beschwerdegericht eine andere Rechtsansicht vertritt als die Vergleichsentscheidung.