BGH · BLw 15/92 vom 17.09.1992
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April 1989 verkaufte der Beteiligte zu 2 dem Beteiligten zu 3, der eine Pferdezucht betreibt und eine Reithalle unterhält, landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 7.198 qm. Juni 1989 teilte das Amt für Landwirtschaft und Landentwicklung in Usingen den Beteiligten zu 2 und 3 mit, daß die Beteiligte zu 1 das siedlungs- rechtliche Vorkaufsrecht ausgeübt habe und der landwirtschaftsrechtlichen Genehmigung des Vertrages Bedenken aus S 9 Abs. 1 Ziff.1 GrdstVG entgegenstünden. Das Amtsgericht - Landwirtschaftsgericht - hat den Bescheid des Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung aufgehoben, weil es die Voraussetzungen des gesetzlichen Vorkaufsrechts wegen Nichtigkeit der nach § 4 Abs. 1 RSG ergangenen Ausführungsverordnung für nicht gegeben hält. Das Oberlandesgericht hat demgegenüber die Auffassung vertreten, daß es dem Landwirtschaftsgericht in dem vorliegenden Verfahren verwehrt sei, die Rechtmäßigkeit der Rechtsverordnung zu überprüfen, und hat unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses die Einwendungen gegen die Ausübung des Vorkaufsrechts zurückgewiesen. Mit der Rechtsbeschwerde verfolgen die Beteiligten zu 2 und 3 ihren Antrag weiter. Sie meint zwar, das Beschwerdegericht sei von dem Beschluß des Oberlandesgerichts Stuttgart (AgrarR 1979, 260) abgewichen, bezeichnet aber keinen Rechtssatz, der in dieser Entscheidung aufgestellt worden sein soll und eine Abweichung begründen könnte. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in der angezogenen Entscheidung zwar die Rechtmäßigkeit einer nach § 4 Abs.4 RSG ergangenen Rechtsverordnung bejaht, sich insoweit aber erkennbar nicht mit der Frage befaßt, ob eine solche Prüfung im Verfahren über einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung nach den §§ 10 RSG, 22 GrdstVG überhaupt zulässig ist, d.h. ob das Gesetz die Prüfung von Einwendungen gegen das Vorkaufsrecht nicht begrenzt (vgl. Die Rechtsbeschwerde ist auch nicht deswegen zulässig, weil sie die Auffassung vertritt, die angefochtene Entscheidung weiche von dem Beschluß des Senats vom 6. Sie bezeichnet nämlich insoweit ebenfalls keinen Rechtssatz, den das Beschwerdegericht in Abweichung der genannten Senatsentscheidung aufgestellt und seinem Beschluß tragend zugrunde gelegt haben soll. Das Beschwerdegericht nimmt auf die Rechtsprechung des Senats ausdrücklich Bezug, hält jedoch die Voraussetzungen für die Erteilung einer Genehmigung nicht Die Rechtsbeschwerde ist daher mit der Kostenfolge aus §§ 44, 45 LwVG zurückzuweisen.