BGH · AnwZ (B) 3/62
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des lo Senats des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte für das Land Nordrhein-Westfalen vom 17o Januar 1962 wird als unzulässig verworfen« Der Antragsteller hatte Erinnerung gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss vom'25.August Gegen diesen Beschluss, der ihm am 29» Januar 1962 zuge-stellt wurde, hat der Antragsteller durch einen am 9« Februar 1962 eingegangenen Schriftsatz sofortige Beschwerde eingelegt * Er ist der Auffassung, dass seine Erinnerung mangels ord-nungenässigor Zustellung des Kostenfestsetzungsbeschlusocs rechtzeitig eingelegt v/orden sei* Falls die in § 42 BRAO auf bestimmte Entscheidungen des Ehrengerichtshofs, von denen hier keine vorliegt, beschränkte sofortige Beschwerde überhaupt auf anderweitige Entscheidungen ausgedehnt werden darf, was der J>enat in BGHZ 34, 244, 250 und AnwZ (B) 41/61 von 22* Januar 1962 offen gelassen hat, so wird diese entsprechende Anwendung dos § 42 zu demindest auf solche Fälle zu beschränken sein, in denen es sich um Angelegenheiten gleicher oder ähnlicher Schwere und Tragweite für den Antragsteller handelt wie bei den in § 42 Abo* 1 BRAO genannten Tatbeständen* In der Regel wird also zu fordern sein, dass die Entscheidung unmittelbar an die berufliohe Existenzgrundlage des Antragstellers rührt* Biese Voraussetzung ist im vorliegenden Falle bei einem KOstenfestsetzungabeschluss über 1*036,50 DM, der zudem laut Begründung vom 8* Oktober 1961 nur zu dem Teil angegriffen wird, nicht gegeben*