BGH · AnwZ (B) 35/61
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Antragsgegnerin hat durch Gutachten vom 19o September 1961 ihren früheren Standpunkt, dem Antragsteller sei gemäß § 7 Nr* 8 BRAO die Zulassung zur Anwaltschaft.zu versagen, fallen gelassen und seine Zulassung nunmehr befürwortet«, Daraufhin ist der Antragsteller am 10* Oktober 1961 zur Rechtsanwaltschaft zugelassen worden* Im Hinblick darauf haben beide Parteien übereinstimmend das vorliegende Vorfahren für in der Hauptsache erledigt erklärt und wechselseitig beantragt, der Gegenseite die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen* Im Falle der Erledigung der Hauptsache fallen die Gerichtskosten des Verfahrens, anders als im Falle oiner Zurücknahme des Rechtsmittels, nicht zwangsläufig dem Beschwerdeführer zur Last, sondern es ist in entsprechender Anwendung des § 91 a ZPO nach Billigkeit zu entscheiden, wobei vor allem die Erfolgsaussichten zu berücksichtigen sind (vgl* BGHZ 28, 117> 120)o Für die Erstattung der außergerichtlichen Kosten folgt das gleiche aus § 13 a Abs* I FGG. Im vorliegenden Falle hätte der Beschwerdeführer ohne die Erledigungserklärung obgesiegt» Jedoch mußte er aus Billigkeitsgründen mit zu den Kosten des Verfahrens herangezogen werden, weil er vor der Entscheidung über seinen Antrag auf gerichtliche IfrrtScheidung die Erklärung abgegeben hatte, bei der GmbH, deren Gesellschafter er ist, handele es sich “praktisch um eine Sozietät zwischen einem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater einerseits und einem Wirtschaftsjuristen andererseitso“ Unter diesen Umständen war der anfängliche Widerstand der Antragsgegnerin gegen sein Zulassungsgesuch verständlich* Erst durch die in der Sitzung vor dem Ehrengerichtshof vom 18* April 1961 zu Protokoll ab-