BGH · AnwZ (B) 25/92 vom 13.09.1993
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Der Bundesgerichtshof, Senat für AnwaltsSachen, hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Jähnke, die Richter Dr. Ulsamer, Kutzer und Dr. Thode sowie die Rechtsanwälte Dr. von Hase, Dr. Kieserling und Jordan am 13. Die Antragsgegnerin hat dem Antragsteller die ihm in beiden Rechtszügen entstandenen notwendigen Auslagen zu erstatten. Durch Verfügung vom 20► August 1991 hat die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle die Zulassung des Antragstellers zur Rechtsanwaltschaft mit der Begründung zurückgenommen, seine Tätigkeit als gesamtvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied einer kaufmännisch-erwerbswirtschaftlich tätigen Aktiengesellschaft sei gemäß § 15 Nr, 2 BRAO a.F. nicht mit dem Beruf eines Rechtsanwalts vereinbar. Januar 1993 - 1 BvR 1117/91, mit dem das Bundesverfassungsgericht in einer Parallelsache (AnwZ (B) 2/91) die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Inkompatibilität von gewerbewirtschaftlicher Tätigkeit und der Tätigkeit als Rechtsanwalt beanstandet und die Rücknahmeverfügung der Antragsgegnerin aufgehoben hat, hat die Antragsgegnerin ihre RücknahmeVerfügung in dieser Sache aufgehoben. Unter Berücksichtigung des bisherigen Sachund Streitstandes erscheint es angemessen, die Antragsgegnerin zu verpflichten, dem Antragsteller die ihm im gerichtlichen Verfahren vor dem Ehrengerichtshof und vor dem Senat entstandenen notwendigen Auslagen zu erstatten, weil nach dem letzten Stand das Rechtsmittel des Antragstellers bei einer Entscheidung in der Hauptsache im Hinblick auf die genannte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Erfolg gehabt hätte.