* Auf prinzlaw.com finden Sie die Webseite der vom Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Matthias Prinz gegründeten Kanzlei. Dies hier ist die davon unabhängige und eigenständige Webseite von Rechtsanwalt Matthias Prinz mit Kanzleisitz in Mainz.ok

BGH

Gericht: BGH

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richterinnen Roggenbuck und Lohmann sowie die Rechtsanwältin Schäfer und den Rechtsanwalt Dr. Lauer am 22. September 2015 wird aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 10. 1 Der Irrtum des Rechtsanwalts ist im berufsgerichtlichen Verfahren wie im allgemeinen Strafrecht zu bewerten (Feuerich/Weyland, BRAO, 9.

Zitierte Normen: § 145 BRAO § 261 StPO
RechtsanwaltStPOStrafrechtBRAORechtsanwalts

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
AnwSt (B) 2/16
BESCHLUSS
vom 22. April 2016 in dem anwaltsgerichtlichen Verfahren gegen
 wegen Verletzung anwaltlicher Pflichten
ECU :DE:BGH:2016:220416BANWSTB2.16.0
-2-
Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richterinnen Roggenbuck und Lohmann sowie die Rechtsanwältin Schäfer und den Rechtsanwalt Dr. Lauer
 am 22. April 2016 einstimmig gemäß § 145 Abs. 5 Satz 1 und 2 BRAO beschlossen:
Die Beschwerde des Rechtsanwalts gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 1. Senats des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen vom 11. September 2015 wird aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 10. Februar 2016 zurückgewiesen.
Der Rechtsanwalt hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
1	Der Irrtum des Rechtsanwalts ist im berufsgerichtlichen Verfahren wie im
 allgemeinen Strafrecht zu bewerten (Feuerich/Weyland, BRAO, 9. Aufl., § 113 Rn. 7). Im Strafrecht gilt aufgrund gesetzlicher Regelung der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (§ 261 StPO; vgl. Meyer-Goßner/Schmitt, StPO,
58. Auf I., §261 Rn. 11). Ob ein Verbotsirrtum vermeidbar war, ist eine Frage des Einzelfalls.
Kayser
 Roggenbuck
Schäfer
 Lauer
Lohmann
 Vorinstanzen:
Anwaltsgericht Düsseldorf, Entscheidung vom 13.12.2012 - 3 EV 259/10 -AGH Hamm, Entscheidung vom 11.09.2015 - 1 AGH 2/15 -